In der Bezirksliga Nord setzte sich der USV St. Oswald/Freistadt mit 2:0 bei Union Thaller Fassaden Julbach durch. Es war, wie Trainer Samir Hasanovic sagt, kein Spiel für den Schönheitspreis, sondern ein Arbeitssieg in der Hitze: „Es war ein großer Kampf von beiden Mannschaften. Am Ende zählt das Ergebnis.“ Früh traf Benjamin Krempl, spät machte Filip Rezac alles klar – dazwischen stand St. Oswald hinten sicher und verpasste die frühe Entscheidung.

Image by Jörg Struwe from Pixabay
St. Oswald/Fr. erwischte den besseren Start und lag nach zehn Minuten vorne: Benjamin Krempl stellte auf 0:1. „Wir sind früh in Führung gegangen, Benjamin Krempl hat stark gekämpft und macht das 1:0“, schilderte Hasanovic. Die Gäste ließen mehrere Konterchancen liegen. „Wir hatten einige Möglichkeiten aufs zweite Tor, aber wir haben es nicht gemacht.“ So ging es mit 0:1 in die Pause. Nach dem Wechsel stand St. Oswald hinten stabil, überließ kaum Räume und wartete geduldig. „Nach der Halbzeit haben wir richtig gut gestanden, der Gegner hatte in der zweiten Halbzeit keine einzige Chance“, so der Coach. Erst in der Schlussminute machte Filip Rezac mit dem 0:2 den Deckel drauf – ein Treffer, der den zähen Arbeitssieg endgültig absicherte.
Bei aller Freude blieb Hasanovic im Ton geerdet. „Es war ein großer Kampf von beiden Mannschaften, auch in der Hitze. Optisch kein schönes Spiel, aber am Ende zählt das Ergebnis.“ Was seine Elf stark machte, fasste er knapp zusammen: „Wir haben hinten gut gestanden.“ Auch die Lauf- und Kampfbereitschaft passten für ihn: „Einstellung und läuferische Leistung waren okay.“ Gleichzeitig nahm er die Mannschaft in die Pflicht: „Wir müssen spielerisch noch besser werden, mehr Lösungen finden und die Spiele früher entscheiden.“ Dabei geht es ihm vor allem um Kontrolle im Zentrum. „Wir waren zwischendurch hektisch, vielleicht mit Angst ums Ergebnis. Im Zentrum brauchen wir mehr Ruhe und mehr Ballbesitz“, erklärte der Trainer und gab damit klar die Richtung für die nächsten Einheiten vor.
Ein wiederkehrendes Thema waren die ruhenden Bälle auf dem kompakten Platz. „Es gab einige Standardsituationen von beiden Seiten, das war auf dem kleinen Platz oft gefährlich“, meinte Hasanovic, der zugleich betonte: „Wir haben bei den Standards gut dagegengehalten.“ Auch den Gegner ordnete er fair ein: „Julbach hat es viel mit langen Bällen probiert und auf Standards gewartet. In der zweiten Halbzeit hatte der Gegner keine einzige Chance.“ Zum Unparteiischen fand er klare Worte: „Der Schiedsrichter war okay, wie jede Woche.“ Mit dem Sieg hält St. Oswald/Fr. in der Tabelle Kurs: 40 Punkte bedeuten Rang zwei, drei Zähler hinter Naarn. „Wir schauen auf die nächsten Spiele und wollen spielerisch zulegen“, so Hasanovic.