Spielberichte

Reinhard Eisner (Trainer Union M-TEC Arnreit): "Eher ein gewonnener Punkt"

SK ADmira Linz
Union M-TEC Arnreit

In der Bezirksliga Nord trennten sich der SK ADmira Linz und Union M-TEC Arnreit mit 1:1. Arnreit führte zur Pause durch Thomas Grubhofer (20.), nach der Pause glich ein unglückliches Eigentor von Lukas Stockinger (62.) aus. Trainer Reinhard Eisner sprach von einer kontrollierten ersten Hälfte und harter Arbeit nach dem Wechsel: „Am Ende sehe ich es eher als gewonnenen Punkt gegen einen starken Gegner.“ Zur Halbzeit stand es 0:1, nach intensiven Schlussminuten blieb es beim Remis zwischen den Tabellennachbarn.

Fußbälle und Trainingshütchen auf Rasen

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Kontrollierte erste Hälfte und das 0:1 durch Grubhofer

Arnreit kam gut ins Spiel, stand kompakt und hielt die Admira oft vom Strafraum fern. „Wir haben den Gegner in der ersten Halbzeit gut verteidigt und waren selbst immer wieder gefährlich“, schilderte Eisner. Das 0:1 fiel in Minute 20 – Torschütze Thomas Grubhofer –, und es passte zum Auftritt der Gäste, die ihre Momente konsequent suchten. Der Trainer beschrieb die Entstehung als Nachsetzen nach einem ruhenden Ball: „Es war ein Freistoß, der erste Abschluss wurde pariert, dann haben wir abgestaubt.“ Auffällig: Arnreit fand danach noch Gelegenheiten über tiefe Bälle und Standards. „Wir hätten zur Pause vielleicht sogar höher führen können“, meinte Eisner. Weil Linz offensiv meist über harmlose Flanken kam und kaum zum Abschluss fand, ging das 0:1 zur Halbzeit in Ordnung.

Admira drückt nach der Pause – Ausgleich per Eigentor

Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel: Die Admira wurde mutiger, suchte das Tempo über die Außen und drängte Arnreit weiter zurück. „Admira ist nach der Halbzeit offensiver und selbstbewusster aufgetreten. Wir sind weiter hineingezogen worden, konnten uns nicht mehr so lösen und waren selbst nicht mehr so gefährlich“, erklärte Eisner. In diese Phase fiel das 1:1: In Minute 62 bugsierte Arnreits Lukas Stockinger den Ball unglücklich ins eigene Tor. Der Trainer nahm seinen Mann in Schutz und lieferte die Einordnung gleich mit: „Vorher haben sie gut über außen kombiniert, der Ball kam scharf nach innen. Mein Spieler hat ihn unglücklich erwischt – aber es war ein Stürmer hinter ihm, er musste zum Ball.“ Danach stellten die Gäste um und warfen ihre Energie ins Verteidigen. „Die letzten Minuten haben wir darauf verwendet, dass es beim 1:1 bleibt“, so Eisner, der mit der Reaktion seines Teams in der Schlussphase zufrieden war.

Eisner lobt Disziplin und Schiedsrichter – „Umschaltmomente nicht fertiggespielt“

In seiner Analyse hob der Arnreit-Coach die gute Vorstellung vor der Pause hervor – trotz schwieriger Rahmenbedingungen. „Der Rasen war ein bisschen holprig, fürs Spiel nicht so leicht. Trotzdem haben wir gut verteidigt und auch unsere Ballbesitzphasen ordentlich ausgespielt“, sagte Eisner. Nach der Pause fehlte es an Entlastung: „Wir haben die Umschalt-Situationen nicht mehr zu Ende spielen können. Ein-, zweimal war es knapp, einmal wurde es mit einem Foul unterbunden.“ Den möglichen Knackpunkt benannte er klar: „Wenn wir in der ersten Halbzeit das 2:0 machen, starten wir das Ding anders.“ Auch personell war nicht alles optimal: „Wir sind ein bisschen ersatzgeschwächt reingekommen, hatten leichte Krankheiten und Abgeschlagenheit in der Mannschaft und konnten nicht mehr zusetzen, der Gegner schon.“ Lob gab es für Rahmen und Leitung: „Es war ein sonniger, freundlicher Fußballnachmittag. Die wichtigen Entscheidungen waren richtig, vom Schiedsrichter war das eine saubere Leistung.“ Eine Szene rund um den Torhüter sah er als diskussionswürdig, ohne nachzukarten: „Da hätte man Foul pfeifen können, aber es ist zum Glück kein Tor geworden.“ In der Tabelle bleibt Arnreit mit 29 Punkten knapp hinter der Admira (31). Eisners Blick nach vorne ist pragmatisch: auf der stabilen ersten Hälfte aufbauen, die Umschaltmomente schärfen – und beim nächsten Mal das zweite Tor nachlegen.

Bezirksliga Nord: SK ADmira : Union Arnreit - 1:1 (0:1)

  • 62
    Eigentor durch Lukas Stockinger 1:1
  • 20
    Thomas Grubhofer 0:1