Spielberichte

„Gute Entwicklung aber im Frühjahr zu wenig Punkte gemacht“ – Haslach mit Platz vier zufrieden

SV HOLZMANN Haslach

In der Bezirksliga Nord hat SV HOLZMANN Haslach eine Frühjahrssaison hinter sich, die laut Trainer Philipp Aigner von zwei starken Phasen und einer Ergebniskrise dazwischen geprägt war. Nach 26 Runden und 39 Punkten steht Rang vier, nur einen Zähler hinter Oberneukirchen. Aigner zieht deshalb eine ehrliche, aber insgesamt zufriedene Bilanz: Die Entwicklung in Haslach stimmt, aber in engen Spielen hat zu oft das Momentum gefehlt – mit dem Endstand kann man aber dennoch sehr gut leben.

Mehrere Paar Trainingsschuhe stehen am Spielfeldrand neben der Bande

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Starker Start, schwierige Mitte, guter Schlussspurt

Philipp Aigner blickt auf eine Saison zurück, die sich bei SV HOLZMANN Haslach alles andere als geradlinig entwickelt hat. „Punktetechnisch war die Rückrunde nicht optimal, weil wir in der Mitte der Saisonhälfte eine Ergebniskrise hatten“, sagt der Trainer offen. Dabei hatte seine Mannschaft ordentlich begonnen. „Der Start war mit sieben Punkten aus vier Spielen gut, und auch der Endspurt war wieder sehr anschaulich, ebenfalls mit sieben Punkten aus vier Spielen.“ Genau diese beiden Phasen zeigen für Aigner auch, dass in seiner Mannschaft genug Qualität steckt und der Weg stimmt. Dazwischen fehlte aber das, was in einer so engen Liga oft über ein paar Plätze entscheidet. „In Summe war die Liga, wie zu erwarten, sehr ausgeglichen. In den Duellen auf Augenhöhe haben wir ab und zu die letzten paar Prozent vermissen lassen und somit fehlte oft auch das Glück des Tüchtigen.“ Im Herbst habe seine Mannschaft solche engen Partien noch öfter auf ihre Seite gezogen, diesmal sei das nicht immer gelungen. Dass unter dem Strich trotzdem der vierte Platz steht, ordnet Aigner daher klar positiv ein: „Das ist ein sehr gutes Ergebnis, mit dem wir zufrieden sein können.“

Im Kader wird gezielt nachgeschärft

Im Sommer verändert sich der Kader von SV HOLZMANN Haslach an mehreren Stellen, ohne dass der Verein seine Linie verlässt. Verabschiedet wurden Aron Racz und Leotrim Sylaj, dazu kehrt Defensivspieler Philipp Eder zu seinem Heimatverein zurück. Außerdem beendet Maximilian Hinterhölzl seine Karriere. Auf der anderen Seite kommen mit Raphael Brunninger und Matthias Brunninger zwei Spieler aus Neufelden, dazu stößt Manuel Luvumbu Vemba aus Schenkenfelden. Für Aigner ist dabei nicht nur die sportliche Seite entscheidend. „Es sind alles Wunschspieler, die uns gezielt besser machen werden. Wir haben speziell darauf geachtet, dass sie nicht nur sportlich, sondern auch charakterlich top sind und bei uns gut reinpassen.“ Haslach setzt weiterhin auf Kontinuität und Förderung von Spielern aus den eigenen Reihen. „Auf Funktionärsebene bleibt alles beim Alten, während uns im Trainerteam Philipp Wögerbauer als Co verstärken wird. Der ehemalige KM-Trainer von Sarleinsbach bringt frischen Wind mit und wird unsere Jungs mit seiner akribischen Arbeit besser machen“, sagt Aigner. 

Junge Spieler rücken nach, Rückkehrer geben Schub

Dass Aigner den Blick trotz der verpassten ganz großen Ausbeute optimistisch hält, liegt auch an der Entwicklung innerhalb des Kaders. Besonders hebt er Marcel Weichselbaumer hervor, der im zentralen Mittelfeld immer mehr Verantwortung übernimmt. „Sehr erfreulich ist, dass Marcel weiterhin bei uns bleiben wird und eine tragende Rolle als Führungsspieler übernommen hat“, sagt der Trainer. Ebenso wichtig sei, dass mehrere junge und eigene Spieler nicht nur hineingeschnuppert, sondern über längere Zeit gute Leistungen gebracht hätten. "Sebastian Straußberger hat sich zum Leistungsträger entwickelt. Jungspund und Offensivtalent Florian Pröll hatte ebenso einige starke Auftritte und unser neuer junger Torhüter Niklas Schwarz hat sich auch gut eingefügt und wird immer stärker." Dazu kamen zum Ende der Saison erfreuliche Rückmeldungen aus dem Lazarett. „Manuel Sigl kann nach einer Leistenoperation im April wieder voll ins Geschehen einsteigen“, sagt Aigner, während Moritz Schnölzer wegen einer Achillessehnenverletzung wohl noch länger fehlen wird. Auch Marvin Lorenz und Lukas Gahleitner konnten nach längeren Verletzungspausen speziell gegen Ende des Frühjahrs wieder zeigen, dass sie wertvolle Qualität mitbringen. Parallel dazu läuft im Verein ein großes Projekt abseits des Rasens. „Der große Fokus liegt derzeit auf dem Umbau der Sportanlage. Es wird eine neue Tribüne gebaut, auch mit einer neuen Kantine. Das ist ein super Projekt“, sagt Aigner mit Blick auf die geplante Fertigstellung 2027. Und auch der Blick auf die Liga fehlt nicht: Oberneukirchen ist für ihn wegen der kontinuierlichen Arbeit und des Erreichens von Platz 3 beeindruckend, ebenso verweist er auf die starke Rückrunde der SPG Oepping/Peilstein. Für Haslach selbst ist die Richtung jedenfalls klar: Die Basis stimmt, der vierte Platz ist ordentlich, und mit einem gezielt, verstärkten Kader soll im kommenden Abschnitt wieder mehr aus den engen Spielen herausgeholt werden.