Die SPV Kematen-Piberbach/Rohr überwintert in der Bezirksliga Ost mit 15 Punkten auf Tabellenrang 9. Nach dem Vizemeistertitel in der Vorsaison und dem nur knapp verpassten Landesligaaufstieg in der Relegation gegen Putzleinsdorf kam die Mannschaft von Trainer Andreas Hintersteiner im Herbst zunächst nur schwer in die Gänge. Gegen Ende der Hinrunde zeigte die Formkurve jedoch klar nach oben, wodurch sich das Team wieder im gesicherten Mittelfeld etablieren konnte. Bester Torschütze ist bislang Rene Gumplmayr mit sechs Treffern, insgesamt präsentiert sich die Bilanz sehr ausgeglichen.
Der sportliche Leiter, Werner Steindl, führt den holprigen Saisonbeginn vor allem auf die außergewöhnlich lange und intensive Vorsaison zurück. „Wir haben im Vorjahr die Relegation gespielt und auch noch Cupspiele gehabt. Die Mannschaft hat praktisch keine Pause gehabt“, erklärt Steindl. Das habe sich vor allem zu Beginn der Herbstsaison bemerkbar gemacht. „Man hat einfach gespürt, dass die Spieler körperlich und mental müde waren.“
Erschwerend kamen frühe personelle Rückschläge hinzu. „Gleich im ersten Spiel gegen St. Valentin haben wir mit Tormann-Neuzugang Felix Dietinger einen ganz wichtigen Spieler verloren“, so Steindl. Zudem habe man noch mit den Nachwehen der Vorsaison zu kämpfen gehabt. „Ein Spieler ist gleich mit einem Kreuzbandriss ausgefallen, ein weiterer Mittelfeldspieler war den ganzen Herbst über nicht einsatzfähig. Das waren schon noch Altlasten aus der Frühjahrssaison.“
Mit zunehmender Hinrundendauer fand das Team jedoch wieder zu mehr Stabilität. „Die Mannschaft hat sich dann einfach wieder gefangen“, beschreibt Steindl den weiteren Verlauf. Rückkehrer aus Verletzungen sorgten für mehr Breite im Kader, die Leistungen wurden konstanter. „Sie sind wieder in eine halbwegs gute Form zurückgekommen“, fasst er zusammen. Die Tabellenposition zur Winterpause spiegelt diese Entwicklung wider. Mit 15 Punkten hält die SPV Anschluss an das Mittelfeld.
An den grundsätzlichen Zielen des Vereins habe sich trotz des schwierigen Herbstes nichts geändert. „Der Anspruch ist, ein gestandener Bezirksligist zu sein“, betont Steindl. Langfristig sehe man die SPV „immer so zwischen Platz drei und acht“, also klar im gesicherten Mittelfeld. Diese Zielsetzung gibt es vor allem im Hinblick auf die Nachwuchsarbeit, die weiterhin ein zentraler Bestandteil der Vereinsphilosophie sei und die überaus erfolgreich ist.
Im Winter gab es bislang nur eine personelle Veränderung. Dominik Landerl verlässt den Verein auf eigenen Wunsch in Richtung Ansfelden, dem wurde seitens des Vereins zugestimmt. „Wir halten natürlich die Ohren offen und waren auch mit einigen Spielern in Gesprächen“, erklärt Steindl. Konkrete Neuzugänge gibt es derzeit jedoch noch nicht. „Im Winter ist es immer schwierig, weil auch der abgebende Verein zustimmen muss.“ Sollte sich aber eine passende Möglichkeit ergeben, wolle man reagieren – insbesondere, wenn ein Spieler ins Konzept und zur Ausrichtung auf eigene Nachwuchskräfte passt. „Wir haben im letzten Jahr wieder fünf eigene Spieler hochgezogen, diesen Weg wollen wir weitergehen.“
Die Wintervorbereitung startet am 14. Jänner. Ein klassisches Trainingslager wird es heuer nicht geben. „Wir machen ein Trainingswochenende bei uns und bleiben in Österreich“, so Steindl. Insgesamt sind sieben Testspiele geplant, um die Mannschaft gezielt auf die Frühjahrssaison vorzubereiten.