Nach dem Auswärtsspiel beim ASV Raika Haidershofen-Behamberg sprach Thomas Hinterreiter, Trainer von Union Freller Dach Schiedlberg, von gemischten Gefühlen: Freude über drei wichtige Punkte, Sorge um den Kapitän. Die Partie in der Bezirksliga Ost sei „von der schweren Verletzung unseres Kapitäns überschattet“ gewesen, betonte er. „Ich würde die drei Punkte eintauschen, damit er gesund geblieben wäre.“ Sportlich sah Hinterreiter sein Team „meistens kontrolliert“, mit „mehr Ballbesitz und Spielanteilen“. In einer hektischen Schlussphase sorgten Standards der Gastgeber noch für Gefahr, ehe Schiedlberg endgültig zum 3:1 nachlegte (Torschütze: Marcel Nagler). Zugleich forderte der Trainer mit Blick auf die strittige Szene: „Der Schiedsrichter muss die Spieler besser schützen.“

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Hinterreiters zentrale Botschaft nach dem Abpfiff war von Empathie geprägt: „Das Spiel ist überschattet von der schweren Verletzung unseres Kapitäns.“ Die Szene beschäftigt ihn: „Der Schiedsrichter muss die Spieler besser schützen, weil der Gegenspieler von hinten reingerutscht ist.“ Auch im Rückblick blieb der Tenor unverändert: „Man muss auf die Vernunft der Spieler bauen, und der Schiedsrichter muss die Akteure besser schützen.“ Zum Abschluss setzte er ein persönliches Zeichen: „Gute Besserung an unseren Spieler.“ Zudem bestätigte er den notwendigen Wechsel: „Wir mussten unseren verletzten Spieler auswechseln.“
Inhaltlich ordnete Hinterreiter den Verlauf klar ein: „Wir haben das Spiel meistens kontrolliert, gut Druck gemacht und den Gegner oft gar nicht ins Spielen kommen lassen.“ Die Spielanteile sprachen aus seiner Sicht für Schiedlberg: „Wir hatten mehr Ballbesitz, mehr Spielanteile – das spiegelt das Ergebnis wider.“ In der Schlussphase rückten ruhende Bälle in den Mittelpunkt: „Die letzten zehn Minuten waren lange Bälle und gefährliche Freistoßsituationen rund um unseren Sechzehner.“ Insgesamt sei der Gegner „hauptsächlich durch Standards gefährlich“ geworden. Beim Gegentreffer haderte er mit der Verteidigung „am zweiten Pfosten“ (Torschütze: Anes Mahmic). Offensiv verpasste Schiedlberg, den Sack früher zuzumachen: „Gerade zum Schluss sind wir oft eins gegen eins auf den Tormann zugelaufen und haben die Chancen nicht gemacht.“
Zur Spielart erklärte der Trainer: „Teilweise schon hart geführt – eben auch durch das schwere Foul überschattet.“ Gleichzeitig habe sein Team „probiert, Fußball zu spielen“ und den Gegner „zu hohen Bällen gezwungen“. Die Bedingungen hatten ihren Anteil: „Die Platzverhältnisse waren im Zentrum nicht so gut, daher haben auch wir viel mit hohen Bällen operiert.“ Sein Gesamturteil zu den Duellen: „Ansonsten waren die Zweikämpfe eigentlich fair.“ Für die nächste Aufgabe formulierte Hinterreiter klare Erwartungen: „Wieder so ein gutes Auftreten wie jetzt – sehr intensiv in den Zweikämpfen, vor allem im Mittelfeld – und vorne wieder viele Tore machen.“ Er rechnet mit einem emotionalen Duell: „Es wird eine hitzige Partie, aber das liegt uns.“ Unterm Strich stand in Haidershofen ein verdienter 3:1-Auswärtssieg – sportlich souverän, aber vom bitteren Ausfall des Kapitäns überschattet.