Nach dem 2:2 beim Gastspiel des SC St. Valentin bei Union WABS Saxen in der Bezirksliga Ost ordnet Harald Leitner die Partie klar ein: Aus seiner Sicht bestimmten die Gäste weite Strecken, ließen aber zu viele Chancen ungenutzt. „Wir hatten über das gesamte Spiel mehr Ballbesitz und Kontrolle, waren feldüberlegen. Aber aus der Vielzahl an Möglichkeiten erzielten wir nur zwei Tore – am Ende muss man mit dem 2:2 leben.“ Der Tenor: Zufriedenheit mit Auftritt und Kontrolle, gepaart mit Ärger über die Torausbeute – und der nüchterne Befund, dass sich Dominanz ohne Effizienz nicht auszahlt.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Leitner betont, dass sein Team über weite Phasen die aktivere Mannschaft war und ein deutliches Chancenplus verzeichnete. „Wir hatten mehrere Topchancen: Der Torhüter hielt ein- bis zweimal stark, ein- bis zweimal verfehlten wir knapp das Tor. Der Gegner hatte Riesenglück, und wir scheiterten an der letzten Konsequenz.“
Sein Zwischenfazit bleibt entsprechend ambivalent: Dominanz und Kontrolle waren da – das Ergebnis spiegelt die Leistung nicht vollständig wider.
In der Analyse der Schlüsselszenen verweist Leitner auf beide St. Valentiner Treffer – und auf teure Nachlässigkeiten. „Wir glichen per Elfmeter aus: Nach Foul an unserem Stürmer Cihan Koc verwandelte Sebastian Gschnaidtner sicher zum 1:1. Nach der Pause gingen wir 2:1 in Führung: Der Torhüter ließ einen Fernschuss prallen, Cihan Koc staubte ab. Insgesamt kassierten wir aber zwei Gegentore nach Einwürfen und Unachtsamkeiten – durch Felix Halbartschlager und Philipp Mühlehner.“
Die Beschreibung unterstreicht, wie nah St. Valentin dem vollen Erfolg war – und wie kleine Momente die Bilanz drehten.
Ein Sonderlob erhält die Arbeit an der Seitenlinie: „Unser Trainer Radek Gulajev hat die Mannschaft taktisch sehr gut eingestellt und war mit der Leistung sehr zufrieden – bis auf die Torausbeute.“ Auch in den Duellen Mann gegen Mann sah Leitner Vorteile: „Wir waren in diesem Spiel körperlich dem Gegner überlegen.“ Für die nächsten Aufgaben formuliert er eine klare Handlungsanweisung: „Wir müssen im nächsten Spiel wieder so auftreten. Nur eines muss sich ändern: Wir müssen unsere Chancen effizienter und konsequenter nutzen – dann spiegelt sich unsere Spielkontrolle auch auf der Anzeigetafel wider.“