Selbstbewusst, aber geerdet ordnete Gerald Dickinger-Neuwirth, Trainer von ASKÖ Doppl-Hart 74, das Auswärtsmatch in der Bezirksliga Ost bei Union HAKAKÜCHE Ansfelden ein. Er sprach von einem gerechten Ausgang, getragen von einer sehr starken ersten Hälfte und klarer Spielkontrolle. Im von ihm als Spitzenspiel Dritter gegen Vierter beschriebenen Duell hob er eine deutliche Chancenmehrheit, Tempo und Ballsicherheit hervor. Gleichzeitig mahnte er nach zwei Siegen aus zwei Spielen zur Bodenhaftung: Der Anschluss nach vorne sei hergestellt, aber vor dem kommenden Heimspiel gegen den Vorletzten gelte der Fokus der seriösen Vorbereitung – die Stimmung ist positiv, der Blick konzentriert nach vorn.

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Aus seiner Sicht lag das Ballbesitzverhältnis bei etwa 60:40 zugunsten seiner Mannschaft. Der Plan: den Ball in den eigenen Reihen halten, die Räume zwischen den Linien bespielen und mit wenigen Kontakten in die Tiefe kommen. Das trug früh Früchte – zweimal vor der Pause, gleich nach Wiederbeginn zum dritten Mal. Zur Halbzeit stand es 2:0, kurz nach dem Seitenwechsel 3:0. Insgesamt verzeichnete sein Team sieben bis acht Großchancen und nutzte vier davon. Ansfelden sah er ohne wirklich große Möglichkeit; einzig ein Distanzschuss wurde an die Stange gelenkt. Die Torfolge stützt den Eindruck der klaren Linie: Timo Reiter erhöhte vor der Pause auf 2:0, Alexander Sixl legte nach Wiederbeginn das 3:0 nach, Viktor Vrebac verkürzte auf 3:1, ehe Milos Jotanovic zum 4:1-Endstand traf.
Besonders zufrieden zeigte sich der Trainer mit der Wucht bei Standards: Aus den Ecken strahlte seine Elf konstant Gefahr aus. Defensiv hatte sich seine Mannschaft explizit auf Ansfeldens Stärke bei ruhenden Bällen eingestellt und ließ dort aus seiner Sicht nichts zu. Für Diskussionsstoff sorgte einzig ein Strafstoß für die Gastgeber: Der Coach sprach von einem dummen Foul seines Mittelfeldspielers, sah das Vergehen aber klar außerhalb des Strafraums – der Elfmeter wurde dennoch gegeben. Abseits dieser Szene war die Leitung aus seiner Perspektive unaufgeregt, ohne weitere strittige Momente.
Hart, aber fair – so beschrieb er den Charakter des Spiels. In der ersten Halbzeit war das Tempo sehr hoch, es gab viele rassige Szenen, jedoch in keinster Weise unfair. Ein Wermutstropfen: Nach einem Foul seines Mittelfeldspielers war ein Gegenspieler kurz bewusstlos; zudem musste seine Mannschaft bereits vor der Pause verletzungsbedingt wechseln. Mit der deutlichen Führung von 3:0 beziehungsweise 4:1 nahm das Tempo im zweiten Durchgang sichtbar ab – Kräfteverschleiß inklusive. Der Blick richtet sich nun auf das Heimspiel gegen den Vorletzten: Nach „zwei Siegen aus zwei Spielen“ will der Trainer die Mannschaft geerdet halten, gut trainieren und am Samstag mit vollem Einsatz antreten, um die positive Welle fortzuführen.