Nach dem Auswärtsspiel bei SK Amateure Steyr in der Bezirksliga Ost ordnete Harald Leitner, Sektionsleiter des SC St. Valentin, die intensive Partie ein. Die Begegnung war geprägt von hohem Tempo auf Kunstrasen, vielen Zweikämpfen und einer langen Geduldsprobe bis zur Pause. Leitner hob die Geschlossenheit seines Teams hervor, sprach von einem „harten Stück Arbeit“ in Unterzahl und bedankte sich bei den mitgereisten Fans, die der Mannschaft spürbaren Rückhalt gaben. Der Trainer sei „sehr stolz auf die Mannschaft“.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die Anfangsphase gehörte den Hausherren, doch St. Valentin fand immer besser ins Spiel. Zur Pause stand es 0:0 – auch dank starker Torhüterleistungen. Bei St. Valentin parierte Christoph Wagner-Binder zweimal glänzend, einmal mit der Hand und einmal per Fußabwehr. Auf der Gegenseite verhinderte der Keeper von Amateure Steyr eine frühe Führung der Gäste, ebenfalls einmal mit dem Fuß und einmal, als er den Ball über die Latte lenkte. Der Kunstrasen verlieh dem Spiel zusätzliches Tempo, präzise Abschlüsse und schnelle Reaktionen waren gefragt.
„Die Tore fielen aus Standardsituationen“, betonte Leitner – und genau so kam es. In der 55. Minute brachte Lukas Ullmann den SC St. Valentin nach einer Ecke mit 1:0 in Führung. Nur vier Minuten später glich SK Amateure Steyr aus: Daniel Bilic traf per Freistoß zum 1:1. In der 69. Minute sah St. Valentins Cihan Koc die Rote Karte – aus Sicht der Gäste eine strittige Entscheidung. Trotz Unterzahl suchte St. Valentin die Entscheidung und bekam sie kurz vor Schluss: Nach einem Lauf in die Tiefe wurde der angespielte Stürmer zu Fall gebracht. In der 86. Minute blieb Sebastian Gschnaidtner vom Punkt eiskalt und verwandelte zum 2:1.
Abseits der Schlüsselszenen prägten Geschlossenheit und starke Unterstützung von außen den Abend. „Wir hatten eindeutig mehr Zuschauer als Amateure Steyr – es fühlte sich fast wie ein Heimspiel an“, sagte Leitner. Zur roten Karte hielt er fest: Aus St. Valentins Sicht sei der Platzverweis nicht gerechtfertigt gewesen. Auf die Frage nach dem Mann des Spiels blieb der Sektionsleiter beim Kollektiv: „Ein großes Pauschallob an die gesamte Mannschaft. Heute gibt es keinen Einzelspieler.“ Mit Blick nach vorn will St. Valentin den Schwung mitnehmen: kompakt bleiben, mutig nach vorne spielen und die Balance wahren – damit der Lauf weitergeht.