Nach dem 1:1 des Ennser Sportklub gegen den SK Amateure Steyr in der Bezirksliga Ost ordnete Peter Prokopczyk die Lage nüchtern ein: Seine Mannschaft kontrollierte über weite Strecken das Geschehen, fand aber zu selten Lösungen im letzten Drittel. Insgesamt war es ein chancenarmes Duell mit starker Defensivarbeit der Gäste und einer späten Großchance für Steyr, die der Ennser Schlussmann vereitelte. Zugleich betonte der Coach die starke Serie im Frühjahr – und dass es dennoch Luft nach oben gibt.

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Prokopczyk sprach von einem Spiel, das sein Team über weite Phasen bestimmte, ohne sich entscheidend abzusetzen: „Über die gesamte Spielzeit war das Remis gerecht. Wir wollten unbedingt gewinnen, aber im letzten Drittel fehlten uns diesmal die zündenden Ideen.” Der Ennser Sportklub sei „von Anfang an spielbestimmend” gewesen; gefühlt standen 60 bis 65 Prozent Ballbesitz zu Buche. Entscheidend sei gewesen, dass die Ennser „im letzten Drittel nicht die richtigen Lösungen gefunden” hätten. Den Gegner würdigte er ausdrücklich: Steyr verteidigte tief und diszipliniert, lauerte auf Fehler und setzte über Umschaltmomente Nadelstiche.
Zur Pause stand es 0:0. Nach dem Seitenwechsel setzte der Ennser Sportklub den ersten Akzent: Marin Pervan traf in der 61. Minute zur 1:0-Führung. Die Gäste glichen in Minute 73 durch Esed Begic zum 1:1 aus. Klare Chancen blieben insgesamt rar; Prokopczyk sah ein leichtes Chancenplus für seine Elf und Situationen, „in denen wir das zweite oder sogar das dritte Tor machen hätten können”. Die Schlussphase wurde intensiv: Zunächst sah Patrick Aselwimmer (82.) Rot, kurz darauf musste auf Ennser Seite Robert Pervan (84.) vom Platz – beide Teams beendeten die Partie zu zehnt. Beinahe kippte das Match noch, doch die letzte große Möglichkeit der Gäste entschärfte der Ennser Tormann stark.
In seiner Gesamteinschätzung verband Prokopczyk Zufriedenheit mit klaren Hausaufgaben: „Grundsätzlich bin ich mit dem Auftreten zufrieden. Jeder hat alles probiert. Es gibt aber Tage, an denen es nicht ganz rund läuft.” Der Ennser Sportklub ist im Frühjahr weiter ungeschlagen, dennoch fordert der Trainer eine Steigerung: „Wir müssen wieder die 10 bis 20 Prozent drauflegen – da haben wir noch Luft nach oben.” Einen „Mann des Spiels” wollte er nach diesem Auftritt nicht küren: Die Leistung sei mannschaftlich gewesen. Personell gab es vorab keine Ausfälle; Sorgen bereitet lediglich eine mögliche Blessur: Beim gestrigen Spiel hat sich Luka Curic wohl verletzt, der weitere Verlauf bleibt abzuwarten. Zwischen nüchterner Analyse, Respekt vor dem Gegner und dem klaren Anspruch, im letzten Drittel wieder zulegen zu wollen, stand am Ende ein leistungsgerechtes 1:1 – und das Versprechen, an den entscheidenden Prozenten zu arbeiten.