Ein dominanter Auftritt und klare Worte: In der Bezirksliga Ost meldet sich Union Freller Dach Schiedlberg gegen SK Kornspitz Asten mit viel Spielfreude – und Thomas Hinterreiter ordnet die Lage ein. Der Trainer skizziert einen Gegner in turbulenten Zeiten, eine eigene Elf, die konsequent Tiefenläufe sucht, und eine Atmosphäre, in der Intensität und Motivation trotz früher Führung hochgehalten werden mussten. Strittig war nichts – stattdessen gab es sogar Zuspruch für den Gegner.

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Hinterreiter legte den Fokus auf Struktur und Konsequenz im letzten Drittel – und darauf, schnell Antworten zu finden. „Wir wussten nicht genau, wie der Gegner auftreten würde, weil es im Verein unruhig war. Nach einer kurzen Phase, in der wir uns vom Tempo anstecken ließen, suchten wir konsequent Bälle in die Tiefe und nutzten unsere Chancen in beiden Halbzeiten.“ Dieses Zusammenspiel aus Geduld zu Beginn und zielstrebigen Tiefenläufen prägte den Nachmittag; zur Pause stand es 4:0, am Ende ein klares 9:0. Entscheidend blieb die Art und Weise, wie seine Elf spielerische Lösungen fand.
Die wenigen brenzligen Augenblicke zu Beginn konnte seine Mannschaft wegstecken. „Asten hatte früh einen Freistoß, der zwar im Tor landete, aber wegen Abseits nicht zählte. In der zweiten Halbzeit gab es ein bis zwei Möglichkeiten für den Gegner, ansonsten spielten wir fast durchgehend in deren Hälfte.“ Bei ruhenden Bällen sah der Coach noch Luft nach oben: „Wir hatten nicht viele Eckbälle gegen uns und waren selbst nicht übermäßig gefährlich – da können wir uns sicher noch steigern.“ Strittige Szenen sah er keine – der Fokus lag auf Durchschlagskraft im eigenen Ballbesitz und kontrollierter Arbeit gegen den Ball.
Die Breite im Angriff spiegelte sich auch im Spielbericht: Früh setzten Valentin Seidel (4.) und Fabio Nagler (7.) die Linie, noch vor der Pause legten Mathias Krennmayr (33.) und Marco Öhlinger (39.) nach. Nach dem Seitenwechsel trafen Marcel Nagler (71.), Krennmayr (73.), Fabio Nagler (81.), Jan Wartinger (83.) und erneut Krennmayr (85.). Krennmayr schnürte damit einen Dreierpack, Fabio Nagler traf doppelt – insgesamt trugen sich sechs verschiedene Schützen in die Liste ein und untermauerten den Eindruck des Trainers. Auf die Frage nach einem herausragenden Akteur erklärte Hinterreiter, bei sechs unterschiedlichen Torschützen und Null Gegentoren sei er mit allen sehr zufrieden gewesen; auch die Ersatzspieler überzeugtn. Zur Kulisse und zum Anspruch, die Partie bis zum Schluss seriös zu Ende zu spielen, sagte er: „Der Platz war wie immer gut. Es waren auch einige Fans da, und die Intensität hochzuhalten ist nicht leicht, wenn man früh hoch führt. Aber wir wollten motiviert nach vorne spielen und den Zuschauern noch eine gute Vorstellung bieten.“ Für die kommenden Wochen will er vor allem das gute Gefühl konservieren und auf die spielerischen Lösungen bauen, die an diesem Tag funktionierten. Zum Schluss setzte Hinterreiter ein Zeichen des Respekts: „Wir wünschen Asten in diesen herausfordernden Zeiten alles Gute.“