In der Bezirksliga Ost hat Union Freller Dach Schiedlberg gegen ASKÖ Doppl-Hart 74 einen hart erarbeiteten 1:0-Heimsieg eingefahren. Trainer Thomas Hinterreiter hatte seine Mannschaft nach den torreichen ersten Runden deutlich defensiver ausgerichtet, und genau dieser Plan ging auf. Schiedlberg überließ dem spielstarken Gegner viel Ballbesitz, verteidigte aber kompakt und schlug nach einer halben Stunde im Umschalten entscheidend zu.

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Schon in der Herangehensweise war klar, dass Schiedlberg diesmal nicht denselben Weg wie in den ersten Spielen gehen würde. Hinterreiter erklärte offen, dass die vielen Gegentreffer zuletzt der Ausgangspunkt für die Umstellung waren. „Nachdem wir in den ersten Spielen viel zu viele Tore bekommen haben, haben wir unsere Ausrichtung defensiver angelegt, auch das System defensiver“, sagte der Trainer. Diese Entscheidung bestimmte die Partie von Beginn an. Doppl-Hart hatte nach seiner Einschätzung zwar „natürlich viel mehr Ballbesitz“ und trat „spielerisch eigentlich sehr stark“ auf, doch Schiedlberg zog sich nicht einfach nur zurück, sondern hielt die Räume eng. „Wir haben unseren Block sehr kompakt gehalten und so den Gegner eigentlich zu wenigen Chancen kommen lassen“, fasste Hinterreiter die Grundidee zusammen. Dass diese Spielweise für die Zuschauer nicht immer die attraktivste ist, sprach er ebenfalls an. Für seine Mannschaft war sie an diesem Nachmittag aber notwendig und vor allem wirksam.
Der einzige Treffer des Nachmittags fiel in der 30. Minute, und er passte genau zu jenem Muster, das sich Schiedlberg vorgenommen hatte. Hinten kompakt stehen, auf den richtigen Ballgewinn warten und dann schnell umschalten. Hinterreiter schilderte die Szene sehr klar: „Wir haben den Ball in unserem eigenen Block gewonnen und konnten dann schnell umschalten.“ Danach ging es mit wenig Kontakten in die Tiefe. „Sebastian Enengl ist super in die Tiefe gelaufen. Fabio Nagler hat einen guten Ball gespielt, den der Gegner nicht erreichen konnte“, sagte der Trainer. Enengl blieb danach vor dem Tormann ruhig und schob zum 1:0 ein. Für Schiedlberg war das einer der wenigen Angriffe, die sauber fertiggespielt wurden, aber genau das machte den Unterschied aus. Mit dieser knappen Führung gingen die Gastgeber auch in die Pause, und sie war die Grundlage für einen zweiten Durchgang, in dem vor allem das Verteidigen im Mittelpunkt stand.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am grundsätzlichen Bild wenig. Doppl-Hart blieb das aktivere Team am Ball, Schiedlberg blieb tief und konzentriert. Hinterreiter sprach von einem Gegner, der „sehr sicher“ aufgetreten sei und „gut nach vorne kombiniert“ habe. Entscheidend sei aber gewesen, dass sein Team trotz des Drucks kaum saubere Chancen zugelassen habe. „Da wir tief gestanden sind, haben sie wenig Rezepte gefunden, um gefährlich vors Tor zu kommen“, meinte der Schiedlberg-Coach. Als heikelste Momente nannte er eine Standardsituation mit Stangenschuss sowie „einmal eine gute Parade vom Tormann“. Viel mehr ließ die Heimelf nach seiner Wahrnehmung nicht zu. Ein besonderes Lob gab es für die letzte Linie: „Ich glaube, die Viererkette hinten war sehr, sehr stark.“ Ab der 75. Minute musste Doppl-Hart nach der Roten Karte gegen Matthias Sallinger zudem in Unterzahl weiterspielen, doch auch in dieser Phase blieb die Partie laut Hinterreiter fair. „Der Schiedsrichter hat sehr solide gepfiffen, es war ein sehr faires Spiel“, sagte er.
Für Schiedlberg war dieser Sieg mehr als nur ein knapper Erfolg nach fünf Runden, denn er passt genau zu dem Ziel, das Hinterreiter nach dem Schlusspfiff formulierte. „Wir haben die Punkte ganz dringend gebraucht, damit wir den Trend wieder in die positive Richtung lenken“, sagte der Trainer. Mit dem 1:0 hält die Mannschaft nun bei sechs Punkten und verschafft sich nach schwierigen ersten Wochen etwas Luft. Auffällig war dabei, dass Hinterreiter trotz des Erfolgs nicht in große Jubelstimmung verfiel, sondern den Auftritt nüchtern einordnete. Er sprach offen darüber, dass es „nicht das schönste Spiel“ gewesen sei, stellte aber ebenso klar, dass seine Mannschaft genau die Tugenden auf den Platz gebracht habe, die diesmal gefragt waren. Und auch für Doppl-Hart fand er am Ende anerkennende Worte: „Sie haben gut gespielt, viel versucht und viel Qualität. Die werden in den nächsten Spielen sicher in Fahrt kommen.“ Für Schiedlberg zählt vorerst aber vor allem eines: Diesmal hat die neue defensive Linie sofort Punkte gebracht.