Spielberichte

"Dass wir nach dem Freistoß gleich nachgelegt haben, war entscheidend" – Schiedlberg gewinnt beim Tabellenführer

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Kematen-Piberbach/Rohr
Union Schiedlberg

In der Bezirksliga Ost hat Union Freller Dach Schiedlberg das Duell bei SPV Kematen-Piberbach/Rohr mit 4:1 gewonnen und dem Tabellenführer damit eine deutliche Heimniederlage zugefügt. Trainer Thomas Hinterreiter machte vor allem die Reaktion nach dem frühen Traumtor zum Schlüssel und sprach danach von "einer unserer besten Leistungen".

Torwart in Blau und Schwarz stützt sich auf die Knie

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Führung bringt Schiedlberg sofort auf Kurs

Für Hinterreiter begann der Nachmittag genau so, wie er sich das im Vorfeld erhofft hatte. "Wir waren sehr motiviert. Wieder ein Derby und gegen den Tabellenführer natürlich noch einmal motivierter", sagte der Schiedlberg-Coach. Seine Mannschaft sei gut in die Zweikämpfe gekommen und habe "wirklich gute Willensstärke bewiesen". Den perfekten Start brachte dann schon in der 7. Minute Julian Paul Fiala mit dem 0:1. Hinterreiter sprach von einem "unfassbaren Weitschuss-Freistoßtor" aus rund 55 Metern, das "den Spielverlauf in unsere Richtung gebracht hat". Entscheidend war für ihn aber nicht nur dieser Treffer, sondern das, was danach folgte. "Dass wir gleich nachgelegt haben, war entscheidend", betonte er. Schiedlberg blieb dran, ließ Kematen wenig Platz und kam im Umschalten immer wieder zu Möglichkeiten. In der 28. Minute erhöhte Benedikt Lueghamer auf 0:2, kurz vor der Pause legte Fabio Nagler das 0:3 nach. Hinterreiter war mit diesem ersten Durchgang entsprechend zufrieden: "Das 2:0 und das 3:0 waren super herausgespielt, gute Aktionen. Im Ballbesitz haben wir uns um viele Prozent verbessert." Und er ging in seiner Analyse sogar noch einen Schritt weiter: "Wenn wir mit 5:0 in die Halbzeit gehen, kann sich auch keiner beschweren."


Nach dem Gegentor bleibt Kematen kurz im Spiel, dann fängt sich Schiedlberg wieder

Ganz so klar wie vor dem Seitenwechsel blieb es nach der Pause zunächst nicht. Hinterreiter räumte ein, dass seine Mannschaft dem Gegner eine Druckphase gegeben habe. "Zweite Halbzeit haben wir dem Gegner eine Druckphase gegeben", sagte er. In dieser Phase kam Kematen in der 52. Minute durch Dominik Neudorfer zum 1:3 und damit noch einmal zurück. Gerade dieses Gegentor gefiel dem Trainer überhaupt nicht. "Das hätten wir trotzdem auch mit mehr Willensstärke verteidigen können. Da haben wir zu viel reagiert und nicht agiert", sagte Hinterreiter. Er störte sich vor allem daran, dass zu viele zweite Bälle vor den eigenen Strafraum gefallen seien und seine Mannschaft nicht sauber genug zurückverteidigt habe. Entscheidend war aus seiner Sicht aber, dass Schiedlberg danach nicht die Ordnung verlor. "Mit unseren Wechseln haben wir wieder Ruhe reingebracht", erklärte er. Die Gäste kamen wieder besser ins Umschaltspiel, hatten laut ihrem Trainer "viele Kontersituationen" und konnten vorne auch wichtige Bälle festmachen. "Vor allem die zweiten Bälle waren diesmal besser. Im Sturm vorne haben wir sehr viele Bälle sichern können, und das hat uns mehr Möglichkeiten zum Umschalten gegeben", sagte Hinterreiter. In der Schlussphase machte Erolind Gashi mit dem 1:4 in der 84. Minute alles klar. Für den Trainer war das der passende Schlusspunkt: "Dann haben wir es zum Schluss eigentlich wieder gut fertig gespielt und verdient das 4:1 gemacht."

Standards im Griff, früher Wechsel und ein Trainer mit klarer Zufriedenheit

Neben den vier Treffern hob Hinterreiter vor allem das Defensivverhalten seiner Mannschaft hervor. Kematen hatte er gerade bei ruhenden Bällen gefährlich erwartet, doch genau diesen Punkt bekam Schiedlberg diesmal gut in den Griff. "Bei Standardsituationen waren wir ziemlich gefestigt. Darauf haben wir unbedingt Wert gelegt, dass wir das diesmal wegverteidigen", sagte er. Auch im offenen Spiel habe seine Elf wenig zugelassen, dazu sei der eigene Torwart "sehr sicher" gewesen, wenn er herauskommen musste. Einen heiklen Punkt gab es aus Sicht der Gäste trotzdem schon früh. Hinterreiter erklärte, dass man in der zweiten Hälfte auf einer Position früher wechselte, um kein Risiko einzugehen. Den Auftritt des Schiedsrichters ordnete er dagegen positiv ein: "Sonst hat er eine sehr solide Partie gepfiffen. Die Schiedsrichter waren alle sehr fair und es war eine gute Leistung." Dass Kematen laut Hinterreiter krankheitsbedingt eingeschränkt war und zur Pause personell reagierte, änderte für ihn nichts am Gesamtbild. "Alles in allem bin ich sehr zufrieden. Das war eine unserer besten Leistungen", sagte der Schiedlberg-Trainer. Mit dem Auswärtssieg hält Schiedlberg nach zehn Runden bei 16 Punkten und bleibt in der Bezirksliga Ost vorne dran.

Bezirksliga Ost: Kematen-Piberbach/Rohr : Schiedlberg - 1:4 (0:3)

  • 84
    Erolind Gashi 1:4
  • 52
    Dominik Neudorfer 1:3
  • 45
    Fabio Nagler 0:3
  • 28
    Benedikt Lueghamer 0:2
  • 7
    Julian Paul Fiala 0:1