In der Bezirksliga Ost hat sich ASKÖ Doppl-Hart 74 im Heimspiel gegen SK ADmira Linz mit einem 1:1 begnügen müssen. Nach einer starken ersten Hälfte ohne Ertrag brachte Alexander Sixl die Gastgeber kurz nach der Pause per Elfmeter in Führung, doch der Ausgleich fiel fast im Gegenzug. Trainer Gerald Dickinger-Neuwirth sprach danach von einem gerechten Remis, ärgerte sich aber darüber, dass seine Mannschaft das Spiel nicht nach Hause brachte.

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Ganz einfach war der Einstieg für die Gastgeber nicht. Gerald Dickinger-Neuwirth sah den Gegner in den ersten Minuten leicht im Vorteil und erklärte: „Der Gegner war in den ersten zehn Minuten ein bisschen feldüberlegen.“ Admira versuchte es dabei immer wieder mit langen Bällen, um die Abwehr von Doppl-Hart zu knacken. Danach fand die Heimelf aber deutlich besser in die Partie. Der Trainer hob hervor, dass sein Team mit einem tiefen und engen Block gut dagegenhielt und dem Gegner viel von seinem Spiel wegnahm. Gleichzeitig wurde Doppl-Hart selbst nach vorne gefährlich, übernahm das Kommando und erarbeitete sich mehrere Möglichkeiten. Alexander Sixl, Marko Lekic-Ninic und Andreas Sippl hatten Chancen, konnten am 0:0 zur Pause aber nichts mehr ändern. Genau das war für Dickinger-Neuwirth ein wesentlicher Punkt, weil seine Mannschaft aus einer starken ersten Halbzeit zu wenig gemacht hatte.
Nach dem Seitenwechsel wollte Doppl-Hart genau dort weitermachen und sich diesmal auch belohnen. „Wir sind in der zweiten Halbzeit rausgegangen und haben gesagt, wir wollen uns für die starke erste Halbzeit belohnen“, schilderte der Trainer. In der 55. Minute bekam die Heimelf diese Gelegenheit. Filip Radakovic holte einen Elfmeter heraus, Alexander Sixl verwertete sicher zum 1:0. Viel besser hätte der Start in die zweite Hälfte aus Sicht der Gastgeber kaum laufen können. Umso größer war der Ärger darüber, dass die Antwort des Gegners praktisch sofort kam. Schon eine Minute später stellte Alexander Obermühlner auf 1:1. Dickinger-Neuwirth brachte die Szene auf den Punkt: „Wir haben leider gleich nach dem Anstoß einen Zweikampf nicht so gespielt, wie das eigentlich gehört.“ Auf diesen verlorenen Moment folgte ein Steckball und der unmittelbare Ausgleich. Damit war aus einer verdienten Führung sehr schnell wieder ein offenes Spiel geworden.
Diese schnelle Antwort veränderte die Partie spürbar. Während Doppl-Hart bis zum Gegentor vieles unter Kontrolle hatte, kam Admira nach dem 1:1 wieder besser auf. Der Trainer formulierte es in klassischer Fußballsprache: „Nach dem 1:1 haben sie wieder zweite Luft bekommen.“ Genau in dieser Phase hatte Doppl-Hart dann auch das nötige Glück auf seiner Seite. Admira kam dabei zu einer großen Möglichkeit, ließ sie aber ungenutzt. Dickinger-Neuwirth sagte offen, dass seine Mannschaft in dieser Phase auch in Rückstand hätte geraten können. Danach beruhigte sich das Spiel wieder etwas. Große Szenen gab es laut dem Trainer in der Schlussphase nicht mehr. Deshalb blieb am Ende jenes Resultat stehen, das er trotz allen Ärgers als gerecht einstufte: „Letztendlich war das 1:1 verdient.“
Gerade deshalb fiel die Analyse des Doppl-Hart-Trainers nach dem Schlusspfiff sehr klar aus. Nicht die grundsätzliche Leistung war für ihn das Problem, sondern der Umgang mit der Führung. „Wieder die letztendliche Entschlossenheit, nach dem 1:0 mehr aufzupassen und da nicht gleich wieder das Gegentor einzufangen“, habe gefehlt, sagte Dickinger-Neuwirth. Noch deutlicher wurde er bei der Einordnung dieses Musters: „Gefühlt war es die fünfte gleiche Aktion, wo wir immer wieder nach einer Führung relativ postwendend den Ausgleich bekommen.“ Genau daran müsse seine Mannschaft arbeiten. Denn aus seiner Sicht war Doppl-Hart über 60 bis 70 Minuten die bessere Mannschaft und hatte genug Ansätze, um gegen einen starken Gegner mehr mitzunehmen. So bleibt nach dem 1:1 einerseits das Gefühl, gut gespielt zu haben, und andererseits die klare Aufgabe für die kommenden Wochen: Führungen konsequenter zu verteidigen und solche Spiele tatsächlich nach Hause zu spielen.