Bezirksliga Süd

„Unter die ersten drei kommen war unser Ziel“ – SV Bögl Hohenzell zieht ein rundum positives Saisonfazit

SV Hohenzell

In der Bezirksliga Süd blickt SV Bögl Hohenzell nach Rang drei und 48 Punkten auf eine Saison zurück, mit der man intern sehr gut leben kann. Co-Trainer Werner Sickinger spricht von einer „absolut zufriedenstellenden“ Entwicklung, weil sich die Mannschaft nach einem Herbst mit 17 Punkten noch deutlich nach vorne gearbeitet hat. Dass es am Ende nicht zum Relegationsplatz gereicht hat, ändert den positiven Gesamteindruck nur leicht.

Fußballspieler legt sich den Ball auf

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Starker Frühling bringt den Sprung nach vorne

Der Blick zurück fällt bei Werner Sickinger entsprechend klar aus. „Grundsätzlich sind wir extrem zufrieden mit der Frühjahrsaison“, sagt der Co-Trainer und verweist damit auf den deutlichen Schritt, den die Mannschaft in der zweiten Saisonhälfte gemacht hat. Nach dem Herbst hatte SV Bögl Hohenzell mit 17 Punkten noch im Bereich von Platz fünf oder sechs gelegen, am Ende stand mit 48 Zählern aber Rang drei in der Abschlusstabelle. Genau das sei intern das Ziel gewesen. „Wir sind mit 48 Punkten auf dem dritten Tabellenrang gelandet. Das war unser Ziel, dass wir unter die ersten drei noch kommen.“ Für Sickinger ist das kein Zufall, sondern die Fortsetzung eines Musters, das man im Verein kennt. „Wir haben so wie fast immer eine sehr gute Frühjahrssaison gespielt und uns da gut weiterentwickelt.“ Ein kleiner Wermutstropfen bleibt dennoch. „Schade nur, dass es mit dem Relegationsspiel nicht mehr geklappt hat, aber wir nehmen es sportlich.“ Gerade dieser Satz zeigt, wie die Saison in Hohenzell eingeordnet wird: ehrgeizig, aber ohne den Blick für das insgesamt Erreichte zu verlieren.

Der Kader bleibt fast komplett zusammen

Auch mit Blick auf den Sommer gibt es aus Sicht des Vereins keinen Grund, an der grundsätzlichen Richtung etwas zu ändern. Große Umbauten sind nicht geplant, vielmehr setzt SV Bögl Hohenzell auf Kontinuität. Laut Sickinger haben aktuell nur zwei Spieler aus der Reservemannschaft den Verein verlassen, um mehr Spielpraxis zu sammeln. Ansonsten bleibe „der Kader grundsätzlich komplett bestehen“. Das ist für eine Mannschaft, die sich im Frühjahr so klar gesteigert hat, eine wichtige Nachricht. Dazu kommt mit Elias Riegler ein Rückkehrer von SV Eberschwang, von dem man sich in der Offensive einiges erwartet. Sickinger sagt dazu: „Der wird uns in der Offensive sicher weiter verstärken. Da sind wir wirklich froh, dass er sich dazu wieder entschieden hat.“ Zugleich will der Verein seinem Weg treu bleiben und nicht alles an Einzelspielern festmachen. „Im Grunde leben wir vom Kollektiv bei uns“, sagt Sickinger. Den Zugang von Simon Ness im Frühjahr hebt er zwar als hilfreich hervor, noch wichtiger ist ihm aber etwas anderes: „Das Wichtigste ist, dass wir unserer Linie treu bleiben und immer wieder junge Nachwuchsspieler in die Kampfmannschaft integrieren wollen.“

Im Sommer bewegt sich nicht nur am Platz einiges

Ruhig wird es rund um den Verein trotzdem nicht. Im Trainerstab gibt es kleinere Veränderungen, unter anderem mit Lukas Machtlinger als neuem Co-Trainer. Auch bei der 1b gibt es eine neue Lösung, dazu stehen in den kommenden Wochen mehrere Veranstaltungen und Projekte an. „Da tut sich in den nächsten Wochen einiges bei uns“, sagt Sickinger, und das ist in diesem Fall keine Floskel. Am Wochenende steigt das bekannte Vereinsfest, dazu kommt ein Spiel am Hauptfeld, ehe im Anschluss im Festzelt weitergefeiert wird. Am Sonntag folgt der Nachwuchstag samt Entenrennen. Darüber hinaus ist in Hohenzell auch noch ein weiteres Testspiel geplant. Besonders groß ist aber die Vorfreude auf die infrastrukturelle Entwicklung. Im Rahmen einer Kooperation wird ein Trainingsplatz neu gestaltet. Geplant sind ein neuer Platz und Flutlicht, fertig sein soll das Projekt nach Möglichkeit bis Ende September. Für einen Unterhausverein ist das ein bedeutender Schritt, der zeigt, dass in Hohenzell nicht nur sportlich gearbeitet wird.

Verletzungssorgen bremsen, der Blick bleibt trotzdem nach vorne

Ganz ohne Sorgen geht SV Bögl Hohenzell allerdings nicht in die neue Saison. Vor allem personell gibt es einige Themen, die man mitnehmen muss. Tobias Jetzinger zog sich im Frühjahr gegen Union Eberstalzell einen Kreuzbandriss zu und wird länger ausfallen. Dazu kommt ein weiterer Spieler mit Achillessehnenriss, was die Lage zusätzlich erschwert. Bei Tobias Kallinger hofft man hingegen auf Entwarnung. Er laboriert an einer Schulterverletzung, soll nach Einschätzung von Sickinger aber möglichst bald wieder ins Training einsteigen und rechtzeitig zum Meisterschaftsstart fit sein. Trotz dieser Rückschläge klingt der Ausblick nicht vorsichtig, sondern gefestigt. Eindruck hinterlassen hat bei Sickinger zuletzt auch der Meister St. Marienkirchen/Wallern 1b. „Das war wirklich eine tolle junge Mannschaft, die sich super entwickelt hat und verdient Meister geworden ist“, sagt er. Gleichzeitig formuliert er den eigenen Anspruch ohne große Worte, aber eindeutig: „Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder eine gute Rolle in der Bezirksliga Süd spielen werden.“ Nach diesem Frühjahr ist das in Hohenzell kein leerer Satz, sondern die logische Fortsetzung des eingeschlagenen Weges.