Im Duell zwischen SPG Allhaming/Weißkirchen 1b und ATSV Zipf in der Bezirksliga Süd dominierte nicht die Spielkunst, sondern das Ringen um jeden Ball. Aus Sicht von Miodrag Stajkovic prägten Ausgeglichenheit bei den Chancen und fehlende Effizienz seine Mannschaft – und ein Gegner, der die wenigen Möglichkeiten konsequent nutzte. Der Coach beschrieb das Gesamtbild als eng, kampfbetont und durch Standards der Gastgeber stets gefährlich.

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„Das Spiel war kampfbetont“, eröffnete Stajkovic seine Analyse und stellte den Charakter der Partie in den Vordergrund. Beide Seiten erarbeiteten sich nach seiner Einschätzung jeweils vier Gelegenheiten – ein klares Zeichen für ein Duell auf Augenhöhe. Für Zipf lagen zwei hochwertige Möglichkeiten auf dem Silbertablett, je eine vor und eine nach der Pause, doch der letzte Punch fehlte. Zur Halbzeit stand es 0:0 – ein Zwischenstand, der den ausgeglichenen Verlauf bestätigte.
Entschieden wurde die Begegnung durch Verwertung und Timing. Direkt nach Wiederbeginn geriet Zipf in der 48. Minute mit 0:1 in Rückstand, als Felix Hoflehner traf; kurz vor Schluss erhöhte Lukas Mayrhofer in der 89. Minute auf 0:2. Stajkovic betonte, er habe die eigenen Möglichkeiten „eigentlich zwingender“ gesehen als jene des Gegners. Auffällig war zudem die Wucht der Hausherren bei ruhenden Bällen – eine klare Stärke der SPG Allhaming/Weißkirchen 1b. Ob aus dem Spiel oder nach Standards: Die Gastgeber schlugen in genau den Momenten zu, in denen Zipf selbst an der Führung roch.
Abseits der Effizienzanalyse hob Stajkovic die sportlich saubere Atmosphäre hervor; das Schiedsrichtertrio leitete die Partie unaufgeregt. Bei der Frage nach dem auffälligsten Akteur wollte er niemanden isoliert herausheben, würdigte dann aber doch Felix Lehner für dessen verlässliche Defensivarbeit. Den Blick nach vorne fasste der Trainer so zusammen: „Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert; jetzt geht es nur noch um die Effizienz vor dem Tor.“ In der Tabelle bewegt sich der ATSV Zipf derzeit im hinteren Bereich, steht nach 17 Spielen bei 13 Punkten auf Rang 14. Umso wichtiger ist es, die gezeigten Schritte in Zählbares zu verwandeln: mehr Präzision im Abschluss, mehr Ertrag aus den eigenen Highlights – dann sollen enge, kampfbetonte Abende wieder belohnt werden.