Nach dem intensiven Duell zwischen Union Thalheim und Union HOVA Adlwang in der Bezirksliga Süd rückte Co-Trainer Patrick Übleis Haltung und Reaktion seiner Mannschaft in den Mittelpunkt. Er lobte den deutlichen Schritt nach der Pause: Thalheim sei wie ausgewechselt aus der Kabine gekommen, haben die besprochenen Inhalte konsequent umgesetzt und sich den klaren Erfolg verdient. Gleichzeitig hob Übleis den fairen Grundton hervor, sprach von ein paar Verletzungen auf Adlwanger Seite – und formulierte den Auftrag für die kommende Woche: schon vor der Pause konsequent aufs Tempo drücken.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die Partie begann ungünstig für Thalheim: Bereits in der 3. Minute nutzte Ivan Dramac eine frühe Gelegenheit für Adlwang und stellte auf 0:1. Das Spiel blieb offen mit vielen Aktionen auf beiden Seiten. Thalheim kam im ersten Durchgang offensiv nur selten entscheidend durch; ein Treffer nach einem schnellen Angriff über die Seite wurde wegen Abseits aberkannt. Auf der anderen Seite hatte Adlwang um die 25. Minute eine große Möglichkeit, doch Thalheims Keeper Kevin Koch parierte stark und hielt seine Mannschaft im Spiel. Zur Pause stand es 0:1 – eine kampfbetonte, aber faire erste Halbzeit, die die Bühne für klare Antworten der Hausherren bereitete.
Aus der Kabine kam Thalheim sichtbar zielstrebiger und druckvoller – genau die Veränderung, die Übleis später als Schlüssel herausstellte. Der Ausgleich fiel prompt: In der 53. Minute traf Filip Batinic zum 1:1. Nur wenig später drehte Thalheim die Partie – und das auf jene Art, die der Co-Trainer als Faktor benannt hatte: Das 2:1 in der 64. Minute durch Pio Pavlovic entstand nach einem Standard. Die Gastgeber blieben am Drücker und setzten ihren Plan bis in die Schlussphase durch: In Minute 83 erhöhte Tino Krajina auf 3:1, ehe Batinic in der 90. Minute mit seinem zweiten Treffer den Endstand von 4:1 herstellte. „Thalheim hatte aus meiner Sicht deutlich mehr Ballbesitz“, ordnete Übleis ein.
Übleis’ Fazit zur Tonlage war eindeutig: hart, aber fair; es gab ein paar Verletzungen auf Adlwanger Seite. Inhaltlich setzte der Co-Trainer zwei Schwerpunkte. Erstens der Lerneffekt fürs nächste Mal: Thalheim müsse bereits in der ersten Halbzeit volles Tempo gehen und den Nachdruck, der nach der Pause sichtbar war, früher auf den Platz bringen. Zweitens die personelle Würdigung: Als prägenden Akteur hob er Doppeltorschütze Filip Batinic hervor, der sich immer wieder Bälle sicherte, sie tief abholte und im entscheidenden Moment eiskalt blieb – genau das, was sich ein Team an vorderster Front wünscht. Ergänzend unterstrich die Rettungstat von Kevin Koch in einer heiklen Phase der ersten Hälfte, wie wichtig stabile Momente in der Defensive sind, um den Umschwung später möglich zu machen. Zusammengefasst: Thalheim verband nach der Pause entschlossene Läufe, ruhende Bälle als Waffe und längere Ballzirkulation zu einem überzeugenden Auftritt – verbunden mit einem klaren Entwicklungsauftrag für die kommenden Wochen.