Im Duell zwischen Union Mondsee Juniors und SV Bögl Hohenzell in der Bezirksliga Süd ordnete Johannes Murauer die Lage nüchtern ein: eine erste Hälfte mit Vorteilen für Mondsee, danach mehr Zugriff seiner Mannschaft. Zur Halbzeit stand es 0:0, anschließend wurde der Mut belohnt. Murauer sprach von keiner Glanzleistung, aber von einem verdienten Ergebnis – geprägt von späten Treffern, klaren Botschaften und einem Blick nach vorn. „Wenn man nicht die beste Leistung bringt und in Mondsee gewinnt, darf man zufrieden sein.“

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„In der ersten Halbzeit hatte Mondsee die Kontrolle, in der zweiten haben wir sie zurückgewonnen“, so Murauer. Vor dem Wechsel gehörten die zwingenderen Momente den Gastgebern: Ein Mondseer Stürmer tauchte allein vor dem Tor auf, wurde aber im letzten Moment von einem Verteidiger und dem Torhüter gebremst. Hohenzell setzte seinerseits ein Ausrufezeichen, als Maximilian Teschl aus kurzer Distanz die große Chance vergab. Ansonsten sammelten die Juniors vor der Pause mehr Halbchancen – einige Standards inklusive –, ohne dass Hohenzells Keeper ernsthaft gefordert war. Zur Pause blieb es beim 0:0.
Nach der Unterbrechung griffen Abstimmung und Mut besser. „Die Pausenansprache hat Wirkung gezeigt“, erklärte Murauer. Frische Beine ab der 60. Minute brachten zusätzlichen Schwung – und das Spiel kippte: In der 69. Minute brachte Jakob Pramendorfer Hohenzell mit 1:0 in Führung, in der 75. Minute erhöhte Tobias Jetzinger auf 2:0. In der Bewertung einzelner Auftritte blieb der Trainer geerdet: „Ich möchte noch Jonas Seidlmann hervorheben, der im Zentrum als Achter eine starke Leistung gezeigt hat. Aber am Ende war es eine Mannschaftsleistung.“
Die Partie blieb in den Zweikämpfen bemerkenswert fair, mit wenigen Fouls. Der große Platz in Mondsee stellte Hohenzell vor ungewohnten Aufgaben, der Gegner präsentierte sich zudem sehr spritzig. Trotz Phasen mit zähem Spielfluss sieht Murauer eine tragfähige Basis – im Frühjahr stehen zwei Siege und ein Unentschieden zu Buche. „Die Liga ist eine enge Geschichte. Da kann jeder jeden schlagen.“ Zum Schluss wurde es emotional, als sich ein junger Mondseer Spieler verletzte. Murauer adressierte seine Genesungswünsche ausdrücklich: „Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist, wie es ausgesehen hat, und dass man ihn bald wieder am Sportplatz sieht und er wieder ins Spielgeschehen eingreifen kann.“