In der Bezirksliga Süd erlebte der FC Spitz Attnang gegen die Union SRW Schlierbach einen Nachmittag klarer Worte: Benjamin Troppmair erkannte die deutliche Überlegenheit der Gäste an, lobte deren Kollektivstärke und forderte zugleich ein schnelles Umschalten auf die kommende Woche.

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Troppmair ließ an der Einordnung des Geschehens keinen Zweifel: „Der Gegner war uns in allen Belangen überlegen.“ Statt nach Erklärungen zu suchen, fand er klare Komplimente: „Dem Gegner kann man nur gratulieren. Sie haben die Tugenden, die man im Abstiegskampf braucht, zu hundert Prozent an den Tag gelegt. Es gibt keinen, den man herausheben müsste – Schlierbach hat es kollektiv sehr gut gemacht.“
Die Partie begann aus Attnanger Sicht denkbar ungünstig: Lorenz Rettenbacher brachte Schlierbach in der 9. Minute mit 0:1 in Front, Maximillian Rotschopf legte in Minute 25 das 0:2 nach. Kurz nach der Pause stellte Niklas Margraber in der 47. Minute auf 0:3. Der FC Spitz Attnang meldete sich durch Nermin Jahic zurück, der in der 65. Minute zum 1:3 traf. Doch die Gäste konterten prompt: David Winkler stellte in der 70. Minute den alten Abstand wieder her (1:4), ehe Andreas Tiefenthaler in Minute 81 auf 1:5 erhöhte. Der späte Treffer von Rene Graf zum 2:5 in der 87. Minute betrieb nur noch Ergebniskosmetik.
Personelle Ausfälle wollte Troppmair nicht als Ausrede gelten lassen: „Es hat natürlich der eine oder andere Spieler gefehlt, aber das ist bei anderen Teams genauso und darf keine Ausrede sein. Dann müssen eben andere in die Bresche springen.“ Auch beim Blick auf den Gegner blieb er beim Gesamtpaket: „Sie haben genau das, was man im Abstiegskampf braucht, konsequent auf den Platz gebracht. Spielen sie so weiter, werden sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“ Für sein eigenes Team gilt es nun, die Niederlage zügig abzuhaken und die Energie auf die nächste Aufgabe zu richten – mit dem klaren Vorsatz, schon kommende Woche ein anderes Gesicht zu zeigen.