In der Bezirksliga Süd kam es zum Duell zwischen Vöcklabrucker Sportclub und Union ETM Eberstalzell. Eberstalzell gewann auswärts klar mit 1:4 und meldete sich damit nach der Niederlage in Mondsee eindrucksvoll zurück. Trainer Hristo Markov sprach von einem disziplinierten Auftritt und einem Matchplan, der über 90 Minuten gehalten hat. Trotz vieler vergebener Möglichkeiten ging der Sieg in dieser Höhe laut Markov in Ordnung.

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Eberstalzell kam mit einem klaren Plan nach Vöcklabruck – und setzte ihn konsequent um. „Wichtig war, dass wir nach der Niederlage in Mondsee eine Reaktion zeigen. Die Spieler haben den Plan bis zum Schluss durchgezogen“, betonte Trainer Hristo Markov. In der 23. Minute besorgte Fabian Breitwimmer das 0:1, noch vor der Pause legte derselbe Mann in Minute 38 zum 0:2 nach. Mit diesem beruhigenden Vorsprung ging es in die Kabinen. Gleich nach Wiederbeginn stellte Patrick Michetschläger in der 50. Minute auf 0:3, Eberstalzell blieb am Drücker und nutzte die nächste gute Phase: Michael Platzer erhöhte in der 69. Minute auf 0:4. Vöcklabruck kam in der Schlussminute durch Daniel Konrad noch zum 1:4, am deutlichen Auswärtssieg der Gäste änderte das aber nichts mehr.
Markov ordnete den Erfolg vor allem über Haltung und Arbeit gegen den Ball ein. „Wir waren entschlossen und fokussiert auf unsere taktischen Aufgaben, und das hat sich ausgezahlt“, sagte der Coach. Seine Mannschaft habe sich viele Möglichkeiten herausgespielt, blieb dabei aber lange noch verschwenderisch: „Wir haben viele Chancen kreiert. Mit mehr Entschlossenheit vor dem Tor hätte es höher ausgehen können, aber drei Tore Unterschied gehen voll in Ordnung.“ Auch zum Gegner fand er klare Worte: „Der Gegner hat uns nicht überrascht. Es war alles vorher geplant, es war eine faire Partie und nichts Besonderes.“ Diskussionen gab es aus seiner Sicht nicht: „Es hat alles gepasst für das Spiel.“
Den Kern des Erfolgs sah Markov in der Balance seiner Mannschaft. „Defensiv haben wir es sehr gut gemacht. Wir haben die Räume zugeschlossen, die Passwege zugemacht und dem Gegner nichts zugelassen“, erklärte er. Nach Ballgewinnen schalteten die Gäste schnell um und wurden gefährlich: „Nach Ballgewinn waren wir effizient und bei den Kontersituationen richtig gefährlich.“ In seiner Schilderung fielen die ersten beiden Tore noch vor der Pause – vor allem aber passten Disziplin und Zielstrebigkeit über 90 Minuten. Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht die Bedeutung: Eberstalzell steht nach 19 Runden mit 26 Punkten auf Rang sieben, Vöcklabruck hält als Neunter bei 22 Zählern. Mit einem 1:4 auswärts nimmt Eberstalzell Schwung mit, bleibt im Mittelfeld stabil und hat eine klare Marschroute für die kommenden Aufgaben: kompakt stehen, schnell umschalten, Chancen besser nützen.