Ein zähes, aber intensives Remis in der Bezirksliga Süd: Union SRW Schlierbach und ATSV Zipf trennten sich 1:1. Schlierbach vergab früh einen Elfmeter, führte nach der Pause durch Jakob Rettenbacher, ehe Daniel Scheibl rasch ausglich. Sektionsleiter Raphael Watzinger sprach von einer engagierten Leistung, aber auch von fehlender Wucht nach vorne: „Offensiv hat uns ein bisschen die Durchschlagskraft gefehlt.“ Am Ende blieb es bei einem Punkt, der in den unteren Tabellenregionen hilft, aber niemanden richtig glücklich macht.

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Die Hausherren kamen ordentlich in die Partie und setzten die ersten Akzente. „Wir sind gut in die Partie gestartet“, schilderte Sektionsleiter Raphael Watzinger, der gleich den Knackpunkt der Anfangsphase nannte: „Wir hatten in der Anfangsphase einen Elfmeter, den wir leider vergeben haben. Danach ist das Spiel eher auf die Seite der Gäste gekippt.“ Zipf nahm den Schwung mit, stand kompakt und setzte Nadelstiche, ohne dass etwas Zwingendes auf die Anzeigetafel kam. Watzinger hob die Intensität des Gegners hervor: „Zipf hat gewusst, dass sie noch einmal herankommen können. Das hat man von Anfang an gemerkt.“ Die Hausherren fanden in dieser Phase weniger Lösungen als gewohnt, was Watzinger offen einräumte: „Wir konnten leider nicht an unser spielerisches Leistungsmaximum anknüpfen.“ Zur Pause stand es 0:0 – ein Zwischenstand, der den umkämpften Charakter der ersten 45 Minuten gut traf.
Nach dem Seitenwechsel bekam die Partie mehr Fahrt. Schlierbach erwischte die bessere Phase und ging nach 56 Minuten in Front. Watzinger erklärte, wie der Treffer fiel: „Das Tor ist nach einem langen Ball entstanden. Jakob Rettenbacher hat per Kopf mit seiner ersten Aktion die Führung erzielt.“ Die Freude währte allerdings nicht lange. Nur fünf Minuten später glich Zipf aus: In Minute 61 traf Daniel Scheibl zum 1:1. Auch hier blieb Watzinger konkret: „Den Ausgleich haben wir nach einem Eckball bekommen, wo wir die lange Stange vernachlässigt haben.“ Trotz dieses Rückschlags zog Schlierbach das Spiel wieder an sich. „In der zweiten Hälfte haben wir wieder besser zu unserem Spiel gefunden und waren bis zum Schluss nah an der neuerlichen Führung dran“, sagte der Sektionsleiter. Der letzte Punch fehlte aber – die viel zitierte Durchschlagskraft blieb aus, sodass es beim Remis blieb.
In seiner Analyse suchte Watzinger nicht nach Ausreden, sondern benannte die Schwerpunkte klar. „Wir waren wie immer geschlossen stark, konnten aber leider nicht an unser spielerisches Leistungsmaximum kommen“, erklärte er. Die zentrale Leerstelle sah er vorne: „Offensiv hat uns ein bisschen die Durchschlagskraft gefehlt.“ Den heutigen Gegner bewertete er anerkennend: „Zipf hat gewusst, dass sie herankommen können. Sie haben gut dagegengehalten und waren speziell in der ersten Halbzeit ein guter Gegner.“ Diskussionen über den Schiedsrichter gab es aus Schlierbacher Sicht nicht – Watzingers knappe Antwort: „Nein.“ In der Tabelle bewegt sich Schlierbach nach 19 Runden im unteren Mittelfeld (Rang 11), Zipf hält Anschluss von hinten (Rang 13). Der Blick nach vorne ist dennoch pragmatisch: Aus der stabilen Arbeit gegen den Ball will man im letzten Drittel mehr Durchschlagskraft entwickeln – genau daran will Schlierbach jetzt ansetzen.