Spielberichte

Roland Brandstätter (Sportlicher Leiter SV Eberschwang): "Ein Punkt wäre gerecht gewesen"

SV Eberschwang
St. Marienkirchen/Wallern 1b

In der Bezirksliga Süd lieferte sich der SV Eberschwang mit der SPG ASV St. Marienkirchen/Wallern 1b ein enges Duell, das erst in der Nachspielzeit mit 2:3 entschieden wurde. Nach 0:2-Rückstand kämpften sich die Hausherren spät zum 2:2, ehe ein unglückliches Eigentor den Gästen alle drei Zähler brachte. Sportchef Roland Brandstätter sprach von einem bitteren Ende, sah aber viel Moral: "Ein Punkt wäre meiner Ansicht nach gerecht gewesen." Das Pausen-0:1 und ein spektakulärer Treffer nach der Pause gaben die Richtung vor – Eberschwang antwortete, doch fehlte das letzte Quäntchen Glück.

Fußball beim Schuss

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Disziplin auf beiden Seiten, geduldiges 0:1

Die Anfangsphase passte zum Charakter eines Topduells: wenig Hektik, viel Ordnung, kaum klare Chancen. Roland Brandstätter beschrieb das Bild so: "Es gab nicht zahlreiche Chancen. Beide sind stabile Mannschaften, taktisch gut eingestellt und diszipliniert."

Aus seiner Sicht war St. Marienkirchen/Wallern 1b in Hälfte eins die etwas geduldigere Elf, die auf den einen Moment wartete – und ihn fand. In Minute 18 brachte Emmanuel Ebbu die Gäste mit 0:1 in Führung. Eberschwang hielt das Spiel offen, ohne sich zu überdrehen, fand aber bis zur Pause kein Durchkommen. "Vielleicht war Sankt Marienkirchen ein bisschen geduldiger, dadurch ist das 0:1 entstanden", meinte Brandstätter zum 0:1-Halbzeitstand.

Vom 0:2 zum 2:2 – Moral und starke Reaktion

Nach dem Seitenwechsel schien die Partie den nächsten Haken zu schlagen. In der 70. Minute erhöhte Gabriel Litzlbauer auf 0:2 – und wie: "In der Bundesliga sagt man Tor des Monats: ein Fallrückzieher im Strafraum", zollte Brandstätter fair Anerkennung.

Eberschwang gab dennoch nicht auf. Roland Moser brachte die Hausherren in der 85. Minute mit dem 1:2 zurück ins Spiel. "Wir haben trotzdem nicht aufgehört", so der Sportchef. Der Ausgleich fiel in Minute 90: Senahid Bekanovic traf zum 2:2. "Da haben wir wieder Aufwind gekriegt", fasste Brandstätter diese starke Phase zusammen.

Eigentor in Minute 90+6 und ein klarer Ausblick

Was nach einem hart erarbeiteten Zähler aussah, kippte tief in der Nachspielzeit. "Mit dem Schlusspfiff kam eine Flanke von der Seite, wir wollten klären – und der Ball ist ins eigene Tor gegangen", schilderte Brandstätter die bittere Szene zum 2:3 (90.+6). In der Spielnotiz scheint das als Eigentor von Roland Moser auf, sinnbildlich für einen Ablauf, der dem Sportchef nur zu vertraut vorkommt: "Gefühlt ist das heuer das fünfte Mal, dass wir in der letzten Sekunde einen Gegentreffer kassieren." Diskussionen über den Unparteiischen lehnte er ab: "Das kommentiere ich nicht." Stattdessen hob er die Umstände und die Reaktion seines Teams hervor: "Wir mussten zwei Stammspieler vorgeben, darunter den Kapitän – das kannst du nicht eins zu eins kompensieren. Die Jungs, die reingekommen sind, haben es gut gemacht."

Über den Gegner fand er respektvolle Worte: "Sankt Marienkirchen ist einfach eine starke, abgeklärte Mannschaft. Zwei, drei kleine Nadelstiche, die haben uns wehgetan." Sein Fazit bleibt positiv: "Ein Punkt wäre gerecht gewesen, aber die Moral nach 0:2 spricht für uns. Wir sind eine Einheit und lassen uns von der Niederlage nicht beirren. Wir gehen unseren Weg weiter, wir sind in einer guten Entwicklung."

Bezirksliga Süd: Eberschwang : St. Marienk./Wallern 1b - 2:3 (0:1)

  • 96
    Eigentor durch Roland Moser 2:3
  • 90
    Senahid Bekanovic 2:2
  • 85
    Roland Moser 1:2
  • 70
    Gabriel Litzlbauer 0:2
  • 18
    Emmanuel Ebbu 0:1