In der Bezirksliga Süd lieferte sich der SV Eberschwang mit der SPG ASV St. Marienkirchen/Wallern 1b ein enges Duell, das erst in der Nachspielzeit mit 2:3 entschieden wurde. Nach 0:2-Rückstand kämpften sich die Hausherren spät zum 2:2, ehe ein unglückliches Eigentor den Gästen alle drei Zähler brachte. Sportchef Roland Brandstätter sprach von einem bitteren Ende, sah aber viel Moral: "Ein Punkt wäre meiner Ansicht nach gerecht gewesen." Das Pausen-0:1 und ein spektakulärer Treffer nach der Pause gaben die Richtung vor – Eberschwang antwortete, doch fehlte das letzte Quäntchen Glück.

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Die Anfangsphase passte zum Charakter eines Topduells: wenig Hektik, viel Ordnung, kaum klare Chancen. Roland Brandstätter beschrieb das Bild so: "Es gab nicht zahlreiche Chancen. Beide sind stabile Mannschaften, taktisch gut eingestellt und diszipliniert."
Aus seiner Sicht war St. Marienkirchen/Wallern 1b in Hälfte eins die etwas geduldigere Elf, die auf den einen Moment wartete – und ihn fand. In Minute 18 brachte Emmanuel Ebbu die Gäste mit 0:1 in Führung. Eberschwang hielt das Spiel offen, ohne sich zu überdrehen, fand aber bis zur Pause kein Durchkommen. "Vielleicht war Sankt Marienkirchen ein bisschen geduldiger, dadurch ist das 0:1 entstanden", meinte Brandstätter zum 0:1-Halbzeitstand.
Nach dem Seitenwechsel schien die Partie den nächsten Haken zu schlagen. In der 70. Minute erhöhte Gabriel Litzlbauer auf 0:2 – und wie: "In der Bundesliga sagt man Tor des Monats: ein Fallrückzieher im Strafraum", zollte Brandstätter fair Anerkennung.
Eberschwang gab dennoch nicht auf. Roland Moser brachte die Hausherren in der 85. Minute mit dem 1:2 zurück ins Spiel. "Wir haben trotzdem nicht aufgehört", so der Sportchef. Der Ausgleich fiel in Minute 90: Senahid Bekanovic traf zum 2:2. "Da haben wir wieder Aufwind gekriegt", fasste Brandstätter diese starke Phase zusammen.
Was nach einem hart erarbeiteten Zähler aussah, kippte tief in der Nachspielzeit. "Mit dem Schlusspfiff kam eine Flanke von der Seite, wir wollten klären – und der Ball ist ins eigene Tor gegangen", schilderte Brandstätter die bittere Szene zum 2:3 (90.+6). In der Spielnotiz scheint das als Eigentor von Roland Moser auf, sinnbildlich für einen Ablauf, der dem Sportchef nur zu vertraut vorkommt: "Gefühlt ist das heuer das fünfte Mal, dass wir in der letzten Sekunde einen Gegentreffer kassieren." Diskussionen über den Unparteiischen lehnte er ab: "Das kommentiere ich nicht." Stattdessen hob er die Umstände und die Reaktion seines Teams hervor: "Wir mussten zwei Stammspieler vorgeben, darunter den Kapitän – das kannst du nicht eins zu eins kompensieren. Die Jungs, die reingekommen sind, haben es gut gemacht."
Über den Gegner fand er respektvolle Worte: "Sankt Marienkirchen ist einfach eine starke, abgeklärte Mannschaft. Zwei, drei kleine Nadelstiche, die haben uns wehgetan." Sein Fazit bleibt positiv: "Ein Punkt wäre gerecht gewesen, aber die Moral nach 0:2 spricht für uns. Wir sind eine Einheit und lassen uns von der Niederlage nicht beirren. Wir gehen unseren Weg weiter, wir sind in einer guten Entwicklung."