In der Bezirksliga Süd hat der UFC Peterskirchen/Tumeltsham/Andrichsfurt im Aufsteiger-Duell gegen die ASKÖ Vorchdorf eine 3:1-Pausenführung nicht ins Ziel gebracht und sich am Ende mit einem 3:3-Unentschieden begnügen müssen. Aus Sicht der Gäste blieb nach einer wilden Partie ein zwiespältiges Gefühl zurück: Wolfgang Wagner sprach von einem verdienten Punkt, machte aber auch klar, dass Vorchdorf die Probleme der ersten Halbzeit selbst verursacht habe.

Image by Jörg Struwe from Pixabay
Für Wagner lag der Hauptgrund dafür, dass am Ende nicht mehr als ein Remis herausschaute, klar in den ersten 45 Minuten. „In der ersten Halbzeit sind wir sehr arrogant und überheblich aufgetreten, haben das Spiel des Gegners nicht angenommen, sagte der Co-Trainer offen. Dabei hatte es für Vorchdorf nach 24 Minuten noch ordentlich ausgesehen, als Paul Klimitsch das frühe 1:0 von Nadir Barucic aus der 10. Minute ausglich. Peterskirchen legte durch Zoltán Takács in der 31. Minute aber wieder vor, und genau in dieser Phase sah Wagner eine Schlüsselszene. Der mögliche Ausgleich zum 2:2 blieb jedoch aus. Statt mit einem Gleichstand ging Vorchdorf mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause, weil Manuel Zeppetzauer in der 45. Minute zum 3:1 traf. Besonders dieses Gegentor kurz vor dem Seitenwechsel ärgerte Wagner, weil man bei diesem Eckball keinen Zugriff fand.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich dann ein ganz anderes Bild. Wagner berichtete von einer klaren Ansprache in der Kabine und davon, dass seine Mannschaft danach endlich das auf den Platz brachte, was sie eigentlich auszeichnet. „Die Mannschaft wurde munter und konnte zeigen, was sie spielerisch draufhat“, sagte er. Vorchdorf spielte nun deutlich mehr nach vorne, setzte Peterskirchen unter Druck und kam Schritt für Schritt zurück in die Partie. Der Lohn folgte in der 62. Minute, als Moritz Leithinger auf 3:2 verkürzte. Acht Minuten später legte derselbe Spieler auch den Ausgleich zum 3:3 nach. Für Wagner war diese Aufholjagd nicht nur eine spielerische Reaktion, sondern auch eine Sache von Wille und Einstellung. Zwei Tore in Peterskirchen aufzuholen, sei mit dieser Kulisse nicht leicht gewesen. Dass danach beide Mannschaften noch auf den Lucky Punch aus waren, passte zu einer Partie, die auch nach dem Ausgleich offen blieb.
So blieb bei der ASKÖ Vorchdorf ein Ergebnis zurück, das sich gleichzeitig ordentlich und unbefriedigend anfühlte. „Für uns ist es ein verdienter Punkt, weil wir mehr vom Spiel hatten. Aber aufgrund der ersten Halbzeit sind es zwei verlorene Punkte“, fasste Wagner die 90 Minuten zusammen. Der Co-Trainer verteilte dabei auch ein Kompliment an die Gastgeber, die „sehr kämpferisch“ und läuferisch stark gewesen seien. Diskussionen um den Unparteiischen wollte Wagner gar nicht erst aufmachen. Die wichtigste Lehre formulierte er selbst deutlich: „Wir dürfen nicht überheblich beginnen, sondern brauchen von der ersten bis zur letzten Minute vollen Fokus.“ Mit dem 3:3 hält Vorchdorf nach fünf Runden bei neun Punkten. Zählbares wurde also mitgenommen, zugleich aber auch die Erinnerung daran, wie teuer eine schwache erste Halbzeit in dieser Liga werden kann.