Im Duell von SV Luksch Riedau gegen SV Bäck Baggerungen Lambrechten in der Bezirksliga West standen nach Abpfiff Einordnung und Ausblick im Mittelpunkt. Trainer Rene Weidinger beschrieb eine Partie mit klaren Schwerpunkten, sprach über knappe Momente und machte deutlich, wo er im Training ansetzen will. Seine Mannschaft habe „defensiv gut gestanden“ und „extrem gut gegen den Ball gearbeitet“, nach vorne aber zu selten Durchschlagskraft entwickelt – ein ehrlicher Blick auf eine taktisch geprägte Begegnung.

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Weidingers Gesamtbild fällt nüchtern aus: „Das Spiel war eher taktisch geprägt, mit wenig Aktionen nach vorne auf beiden Seiten.“ Auch beim Ballbesitz sah er leichte Vorteile für die Hausherren, ohne dass diese viel daraus machten: „Riedau hatte ein bisschen Übergewicht im Ballbesitz, aber wenig Aktionen nach vorne.“ Wie eng und kontrolliert die Abläufe waren, zeigte seine Einordnung der wenigen Strafraumszenen: „Bis auf einen Kopfball von Lambrechten und ein Gestochere im Lambrechter Sechzehner, bei dem Riedau eine Chance hatte, gab es wenig.“ Es war eine erste Hälfte, die im Mittelfeld verankert blieb, in der beide Seiten auf Absicherung setzten und die raren Momente im Strafraum hart erarbeitet werden mussten.
Zur Pause stand es 0:0, doch unmittelbar nach Wiederbeginn kippte die Partie. In der 50. Minute geriet Lambrechten nach einem Torwartfehler mit 0:1 in Rückstand – Torschütze für Riedau: Alexander Stiglmayr. Praktisch im direkten Gegenzug bot sich Lambrechten die Riesenchance zum 1:1, doch der Heimkeeper parierte stark. In der 59. Minute setzte Julian Mayr den nächsten Stich und stellte aus Sicht der Gäste auf 0:2. Zurück blieb die Erkenntnis, dass Umschaltmomente nicht konsequent genug zu Ende gespielt wurden – und dass ein starker Reflex auf der Gegenseite die schnelle Antwort verhinderte.
Weidinger sprach offen über heikle Szenen, die den Abend mitbestimmten: Nach fünf Minuten, so seine Sicht, hatte Lambrechten Glück, weil bei einer Aktion, in der möglicherweise der letzte Mann ein Foul beging, keine Rote Karte ausgesprochen wurde; kurz vor der Halbzeit hätte es zudem aus seiner Sicht Elfmeter für Lambrechten geben können. Auf individueller Ebene verzichtete der Coach bewusst auf Sonderlob: Er wolle niemanden einzeln hervorheben, sondern die kollektive Geschlossenheit betonen.