Ein zäher, intensiver Nachmittag in Gilgenberg mit Wendepunkten und viel Defensivarbeit: Nach dem Duell zwischen Druckhaus Adame Union Gilgenberg und TSU Jeging ordnete Co-Trainer Cedric Anabith den 2:1-Auswärtssieg als verdient ein und betonte den Charakter seiner Mannschaft. In der Bezirksliga West sprach er von intensiven, aber fairen Zweikämpfen, einem spürbaren Momentumwechsel rund um den Ausgleich – und davon, dieses Momentum nun mitzunehmen. Strittige Szenen gab es aus seiner Sicht nicht, die Standards des Gastgebers blieben dennoch stets gefährlich.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Jeging lag früh 0:1 zurück, als Adnan Kudic in der 10. Minute für Gilgenberg traf. Der Ausgleich zum 1:1 durch Damir Ibrahimovic in der 36. Minute wurde zum Wendepunkt: Ab da kippte das Geschehen zunehmend in Richtung der Gäste. Zur Pause stand es 1:1, und unmittelbar nach dem Wiederanpfiff stellte Robert Hehedosh in der 46. Minute auf 2:1 aus Jeginger Sicht. In dieser Phase erspielte sich TSU Jeging noch ein paar gefährliche Halbchancen, ohne nachzulegen. Gegen Ende wurde die Verteidigungsarbeit zur Hauptaufgabe – kompakt stehen, den Druck aushalten, konzentriert bleiben: Die Führung wurde souverän über die Distanz gebracht.
Anabith beschrieb die Kräfteverhältnisse so: Bis etwa zur 35. Minute hatte häufig TSU Jeging den Ball, ehe Gilgenberg mit schnellen Umschaltaktionen mehr Zugriff bekam. Ab der 70. Minute übernahm der Gastgeber zunehmend die Initiative, Jeging konzentrierte sich auf konsequentes Verteidigen. Wichtig: Trotz der Druckphase blieben klare Möglichkeiten rar; es gab viele Halbchancen, die Gäste verteidigten eng im Block und schoben bei Umschaltmomenten entschlossen nach. Weil der zweite Treffer direkt nach der Pause saß, reichte in der Endphase eine Mischung aus Kompaktheit, Zweikampfstärke und Nerven, um den Auswärtssieg festzuhalten.
Bei ruhenden Bällen strahlte Gilgenberg immer wieder Gefahr aus, insgesamt blieb der Ton auf dem Platz hart, aber fair. „Beide Teams kamen zu guten Möglichkeiten, oft sprang jedoch nichts Zählbares heraus“, fasste Anabith zusammen. Gilgenberg verzeichnete zudem einen Stangentreffer, sonst waren es überwiegend Halbchancen. Der Blick geht nach vorn: Das erarbeitete Momentum soll in die Trainingswoche mitgenommen und in eine stabile Gruppendynamik übersetzt werden – damit die TSU Jeging es auch den kommenden Gegnern möglichst schwer macht und zu einem unangenehmen Gegner wird.