Nach einem intensiven Auswärtsauftritt ordnete Johannes Meindl die Partie sachlich ein: eng, umkämpft und mit leichten Vorteilen für die Gastgeber in der Schlussphase. In der Bezirksliga West traf sein SV Hargassner Weng auf den SV Ritterbräu Neumarkt/Pötting – eine Begegnung, die in weiten Teilen ausgeglichen verlief. Weng hatte viel Ballbesitz, musste am Ende jedoch eine knappe 0:1-Niederlage hinnehmen, die aus Meindls Sicht wohl verdient war.

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„Es war ziemlich ausgeglichen“, hielt Meindl fest. In den ersten 45 Minuten setzte Weng die Akzente, versuchte das Spiel zu gestalten und kam einem Treffer sehr nahe: Nach einem Freistoß von Haris Sistek landete der Ball am Pfosten. Zur Pause stand es 0:0. Nach dem Seitenwechsel verschob sich die Waage leicht in Richtung der Gastgeber. Der entscheidende Moment fiel in der 58. Minute, als Petr Pasecky Neumarkt/Pötting zum 0:1 aus Weng-Sicht traf – ein Rückstand, den die Gäste trotz großer Mühen nicht mehr egalisieren konnten. Meindls Fazit: Neumarkt habe insgesamt „vielleicht die eine oder andere Chance mehr“ gehabt, der Sieg sei daher knapp, aber vertretbar.
Meindl hob die unterschiedlichen Spielansätze hervor: Weng diktierte lange den Ballbesitz, während Neumarkt/Pötting nach Ballgewinnen konsequent umschaltete – mit Wirkung. „Wir haben uns schwergetan, durch die Ketten zu kommen“, erklärte Meindl und sah im effizienten Umschalten der Hausherren einen wesentlichen Hebel der Partie. Der Rhythmus blieb dabei stets hoch, die Begegnung bis in die Schlussphase offen.
Bei aller Enge gab es klare Lichtblicke – vor allem zwischen den Pfosten. Meindl würdigte die beiden Torhüter, die sich stark präsentierten und mit wichtigen Paraden lange das 0:0 hielten. Dass Weng vor der Pause Pech mit dem Aluminium hatte und sich nach dem Rückstand nicht belohnen konnte, passte für ihn ins Bild eines Spiels, das „so oder so“ hätte kippen können. Den Fokus richtete er unmittelbar nach Abpfiff auf die nächsten Aufgaben: Man wolle sich im Heimspiel steigern, an die spielerisch starken Phasen der ersten Hälfte anknüpfen, im letzten Drittel konsequenter werden.