Ein kampfbetontes Duell in der Bezirksliga West zwischen Palting/Seeham und Utzenaich/Antiesenhofen endete mit viel Emotion – vor allem, weil die Gastgeber nach schwacher erster Hälfte große Moral zeigten. Trainer Peter Sailer sprach von einer hektischen Partie mit vielen Zweikämpfen, lobte aber die Reaktion seiner Mannschaft und stellte den Teamgedanken in den Mittelpunkt. Seine Botschaft nach dem Abpfiff: Zusammenhalt als Schlüssel, um das erklärte Ziel Klassenerhalt zu erreichen.
„Es war sehr kampfbetont“, brachte Sailer den Charakter der Begegnung auf den Punkt. Seine Analyse der Kräfteverhältnisse war klar: „Die erste Halbzeit war von unserer Seite ganz, ganz schlecht. Utzenaich war die wesentlich bessere Mannschaft.“ Die Gäste nutzten diese Phase und gingen durch Nemanja Ilic in der 45. Minute in Führung – zur Pause stand es aus Sicht von Palting/Seeham 0:1. Nach dem Seitenwechsel drehte sich das Bild, wie Sailer es beschrieb: „Die zweite Halbzeit war dann umgekehrt. Wir waren spielbestimmend und hatten einiges an Chancen.“
Sailer hob die Bedeutung ruhender Bälle und weiter Einwürfe hervor: „Utzenaich war immer gefährlich mit weiten Einwürfen.“ Aus genau so einem langen Einwurf fiel das 0:1, ehe Palting/Seeham die Nerven behielt: Der Ausgleich resultierte aus einem klaren Elfmeter – Amir Hadzic verwandelte in der 72. Minute zum 1:1. Nur Augenblicke später kippte die Partie endgültig: Aldin Jeina stellte in der 73. Minute auf 2:1. In dieser druckvollen Phase blieben zudem weitere gute Möglichkeiten ungenutzt, was die Spannung bis in die Schlussphase hochhielt.
Die Partie war intensiv geführt und emotional aufgeladen, ohne zu entgleisen. Sailer fand deutliche Worte für die Leitung auf dem Platz: „Das Schiedsrichtertrio war sehr, sehr gut. Es war eine hektische Partie mit einigen gelben Karten, aber die Schiedsrichter haben das sehr souverän heruntergepfiffen.“ Auf individuelle Auszeichnungen verzichtete er – der kollektive Auftritt stand für ihn über allem.
Entsprechend richtete er den Blick nach vorne: „Jedes Spiel ist für uns sehr, sehr wichtig, und wir können unser Ziel, den Klassenerhalt, nur gemeinsam im Team schaffen.“