In der 19. Runde der Bezirksliga West setzte sich Union Sanube Diersbach gegen Druckhaus Adame Union Gilgenberg mit 2:0 (0:0) durch. Nach einer chancenarmen ersten Hälfte brachte ein Standard kurz nach der Pause das 1:0 durch Dávid Sztankó (49.), Tobias Mayrhofer legte spät zum 2:0 (85.) nach. Gilgenbergs Sektionsleiter-Stellvertreter Adnan Kudic sprach von einem „klassischen 0:0“, das durch eine schlecht verteidigte Ecke kippte.

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Die ersten Minuten gaben die Richtung noch nicht vor. „Zu Beginn war es sehr ausgeglichen“, so Adnan Kudic. Auch zur Pause stand es leistungsgerecht 0:0, was aus seiner Sicht passte: „Die erste Halbzeit war durchaus in Ordnung. Es gab ein, zwei Halbschancen, ein bisschen Gestochere, aber keine klaren Möglichkeiten.“ Umso ärgerlicher, dass kurz nach Wiederbeginn genau das passierte, was man vermeiden wollte. Kudic schilderte die 49. Minute sehr genau: „Es war ein kurz abgespielter Eckball. Zuerst passen wir auf, dann orientieren sich einige von uns in die Mitte. Beim zweiten Versuch spielen sie doch kurz, wir verteidigen nicht energisch genug.“ Am Ende stand der Schuss aus knapp sechzehn Metern ins kurze Eck – verdeckt, unhaltbar: „Unser Tormann hatte da keine Chance. Es war einfach schlecht verteidigt.“ So fiel das 1:0 durch Dávid Sztankó, und das Spiel kippte.
Aus dem Rückstand heraus fand Gilgenberg offensiv kaum Antworten. Kudic nahm seine Mannschaft offen in die Pflicht: „Es waren nicht alle am Maximum. Nicht alle Spieler waren hundert Prozent im Kopf dabei.“ Die Folge war ein zäher Nachmittag in der gegnerischen Hälfte. „Wir hatten keine Durchschlagskraft nach vorne, kaum Torchancen“, sagte er und brachte die eigene Harmlosigkeit auf den Punkt: „Wir hätten wahrscheinlich noch zwei Stunden spielen können, wir hätten kein Tor gemacht.“ Schon vor der Pause waren es nur Halbchancen und Abpraller, nach dem 0:1 fehlten Tempo, Präzision und die letzte Konsequenz, um Diersbach ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Damit blieb die erhoffte Antwort aus – auch weil, wie Kudic betonte, „nicht alle bereit waren, das Maximum zu geben“.
Diersbach spielte das Ergebnis nach dem Führungstreffer abgeklärt herunter und setzte kurz vor Schluss den Deckel drauf: In Minute 85 traf Tobias Mayrhofer zum 2:0. Für Kudic lag der Unterschied an diesem Tag weniger in Einzelaktionen als im Kollektiv: „Sie haben als Mannschaft besser funktioniert und alle waren bereit, mehr zu geben, als wir das an diesem Tag gemacht haben.“ Positiv strich er die Unauffälligkeit des Referees heraus: „Der Schiedsrichter hat das gut gemacht. Es gab keine strittigen Szenen, die Spielleitung war total in Ordnung.“