Spielberichte

Thomas Stranzinger (Trainer Union IKUNA Natternbach): „Wir wollten unbedingt als Sieger vom Platz gehen“

Union Natternbach
SV Riedau

Spitzenreiter Bezirksliga West, Derby-Charakter und am Ende ein klares 3:1: Union IKUNA Natternbach legte gegen den formstarken SV Riedau einen Start nach Maß hin und stellte schon vor der Pause die Weichen. Dominik Pichler brachte die Hausherren früh in Führung, Vasyl Khimich legte nach, ehe Jannik Wesner für Riedau verkürzte. In der Schlussphase sorgte erneut Khimich für den Endstand. Trainer Thomas Stranzinger sprach von einer starken Anfangsphase und einer reifen Defensivleistung, die den Unterschied machte.

Zwei Fußballe in Weiß-Orange-Grün

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Früher Zugriff, zwei Treffer setzen den Rahmen

Natternbach erwischte den besseren Start und machte gleich klar, wohin die Reise gehen soll. Thomas Stranzinger fasste die ersten Minuten so zusammen: „Vom Start weg waren wir besser im Spiel. Wir hatten mehr Ballbesitz und mehr Möglichkeiten. Bis zum 1:0 und 2:0 waren wir sehr gut im Spiel.“ Der Lohn kam früh: In Minute 9 traf Dominik Pichler zum 1:0. Die Gastgeber blieben am Drücker, suchten konsequent die zweiten Bälle und hielten das Tempo hoch. „Es war eine sehr gute Phase in den ersten fünfzehn Minuten. Wir waren aggressiv auf den zweiten Ball. Wir wollten heute unbedingt als Sieger vom Platz gehen“, erklärte Stranzinger. In diese starke Phase fiel auch das 2:0: Nach einem „super ausgespielten Konter von der linken Seite ins Zentrum“ vollendete Vasyl Khimich in der 29. Minute trocken – genau so, wie es der Trainer beschrieben hatte. Es war ein Auftritt, der die frühe Natternbacher Überlegenheit klar unterstrich.

Riedau kommt auf, Natternbach verteidigt und bleibt wach

Mit dem Zwei-Tore-Polster im Rücken schalteten die Hausherren spürbar um. „Danach haben wir Riedau das Spiel überlassen, uns mehr auf die Defensive konzentriert und auf Fehler des Gegners gewartet“, sagte Stranzinger offen. Riedau blieb gefährlich und nutzte kurz vor der Pause seine Klasse: Jannik Wesner stellte in Minute 41 auf 2:1, zur Halbzeit stand es 2:1. Der Coach zollte dem Gegner Respekt: „SV Riedau ist für mich eines der besten Teams dieser Liga in der Offensive. Sie haben sehr gute Einzelkönner und sind immer für ein Tor gut.“ Auch zur Spielleitung fand Stranzinger klare Worte, ohne Öl ins Feuer zu gießen: „In der ersten Halbzeit war die Schiedsrichterleistung in Ordnung, in der zweiten gab es öfter strittige Situationen. In Summe war es ein guter Schiedsrichter.“ Natternbach blieb nach Wiederbeginn im gewählten Modus, ließ hinten wenig zu und wartete geduldig auf die nächste Umschaltsituation.

Deckel in Minute 82 und ein Blick nach vorne

Die Entscheidung fiel spät, aber sie passte zur Marschroute des Spitzenreiters. In der 82. Minute tauchte erneut Vasyl Khimich im Zentrum auf und besorgte mit seinem zweiten Treffer das 3:1. Es war der Schlusspunkt eines Spiels, das Natternbach mit einem starken Start und viel Disziplin nach Hause brachte. Stranzinger brachte es auf den Punkt: „Der klare Unterschied war: Wir haben als Team sehr gut defensiv gearbeitet und in den Umschaltphasen die entscheidenden Tore gemacht.“ Zufrieden war der Trainer dennoch nicht blind: „Ich bin mit der Mannschaft absolut zufrieden. Natürlich gibt es immer Luft nach oben – gerade im Ballbesitz müssen wir einen Schritt nach vorne machen. Auch vom Übergang nach Ballgewinn in die Offensive sehe ich viel Luft nach oben; da treffen wir oft falsche Entscheidungen.“ 

Bezirksliga West: Natternbach : SV Riedau - 3:1 (2:1)

  • 82
    Vasyl Khimich 3:1
  • 41
    Jannik Wesner 2:1
  • 29
    Vasyl Khimich 2:0
  • 9
    Dominik Pichler 1:0