In der Bezirksliga West feierte die TSU Jeging gegen den SV Hargassner Weng einen 3:2-Heimsieg, der erst in der Nachspielzeit fixiert wurde. Sportchef Thomas Winkler sprach von einer über weite Strecken dominanten Vorstellung und davon, dass seine Elf den Sieg „einfach mehr wollte“. Nach einer 2:0-Pausenführung kamen die Gäste nach dem Wiederanpfiff zurück, doch in Minute 93 schlug Jeging noch einmal zu – und holte sich damit hochverdiente und ganz wichtige drei Punkte.

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Vom Anpfiff weg hatte Jeging mehr vom Spiel und legte den Grundstein früh. Bereits in der 4. Minute brachte Slobodan Gusa die Gastgeber 1:0 in Front, der Auftakt zu einer starken ersten Hälfte. „Wir waren die dominantere Mannschaft, von der ersten Minute an gut in der Partie“, sagte Thomas Winkler und hob hervor, worauf es ankam: „Wir haben den Kampf angenommen, die Positionen gut gehalten und waren ein Eitzerl bissiger in den Zweikämpfen.“ Weng fand in dieser Phase kaum Entlastung, Jeging blieb am Drücker und legte vor der Pause nach: In Minute 36 erhöhte Matyas Kasal auf 2:0. Mit dieser verdienten Führung ging es in die Kabinen, die Handschrift der Heimelf war klar erkennbar: aktiv, griffig und mit viel Überzeugung in den Duellen.
Nach der Pause kippte das Bild kurzfristig. Weng kam mit Schwung aus der Kabine, und Haris Sistek nutzte die erste starke Phase der Gäste doppelt: erst das 2:1 in der 49. Minute, dann nur sieben Minuten später der Ausgleich zum 2:2. „Weng hat zehn, fünfzehn Minuten richtig Druck gemacht, da haben wir uns leider zwei Tore eingefangen“, ärgerte sich Winkler – ohne seiner Mannschaft die Stabilität abzusprechen. Denn Jeging fing sich wieder, blieb geduldig und kam in der Schlussphase zu klaren Möglichkeiten. „Wir hatten vorher schon ein paar hundertprozentige Chancen“, betonte der Sportchef. Als vieles auf eine Punkteteilung hindeutete, setzte sich Robert Hehedosh in der 93. Minute durch und netzte eiskalt zum 3:2 ein. „Robert hat sich gegen zwei Verteidiger super durchgesetzt und eiskalt abgeschlossen“, schilderte Winkler den späten Jubelmoment, den er als leistungsgerechten Lohn für eine engagierte Vorstellung sah.
In seiner Analyse rückte Winkler vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit in den Vordergrund. „Funktioniert hat auf alle Fälle das Mannschaftsgefüge, der Zusammenhalt und der Ehrgeiz, den wir an den Tag gelegt haben“, sagte er. Gleichzeitig blieb der Blick auf Baustellen offen: „Ausbaufähig sind die Phasen, in denen der Gegner Druck aufbaut. Da müssen wir widerstehen, wacher und heller sein.“ Auch den Kontrahenten ordnete er ein: „Wir haben gewusst, dass mit Weng eine starke Mannschaft zu uns kommt.“ Beim Schiedsrichter wollte er nicht nachtreten: „Sicher nicht ganz fehlerfrei, aber unterm Strich hat das Trio seine Sache gut gemacht“, so Winkler. Unterm Strich blieb für ihn aber die entscheidende Differenz: „Man hat gespürt, dass wir den Sieg heute einfach mehr wollten und viel investiert haben – am Ende wurden wir belohnt.“