Spielberichte

Hehedosh-Viererpack, doch nur (irres) 5:5-Remis: Jeging kassiert Ausgleich in Minute 92

TSU Jeging
Union Natternbach

In der Bezirksliga West lieferte TSU Jeging gegen den Spitzenreiter Union IKUNA Natternbach ein wildes 5:5 ab. Die Hausherren führten bereits 5:3, ehe die Gäste spät zurückschlugen und in der Nachspielzeit ausglichen. Mann des Abends war Robert Hehedosh mit vier Treffern, doch die Punkteteilung fühlte sich für Jeging wie ein verlorener Sieg an. Sportchef Thomas Winkler haderte vor allem mit der verpassten Vorentscheidung vor der Pause.

Torhüter mit Dress in Rot-Weißer im Tor

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Achterbahnfahrt mit späten Antworten

Jeging erwischte den Traumstart: Robert Hehedosh traf früh zum 1:0 (4.) und legte noch vor der Pause das 2:0 nach (38.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff meldete sich Natternbach durch Peter Nagy zurück – 2:1 (45.). Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie zunächst: Ein unglückliches Eigentor von Andreas Bermadinger bedeutete das 2:2 (48.), Nagy drehte das Spiel sogar auf 2:3 (52.). Doch Jeging antwortete sofort und gleich doppelt: Hehedosh stellte per drittem Treffer auf 3:3 (57.), Viktor Rjasko traf zum 4:3 (60.). Als Hehedosh mit seinem vierten Streich das 5:3 markierte (73.), roch alles nach Heimsieg. Natternbach blieb jedoch dran: Maximilian Schmidbauer verkürzte auf 5:4 (79.), und in Minute 90+2 traf Vasyl Khimich zum Ausgleich zum 5:5 – der späte Nackenschlag für die Heimischen.

Winkler: „Wir hätten das Spiel schon in Halbzeit eins entscheiden müssen“

Thomas Winkler, sportlicher Leiter der Jeginger, sah eine bärenstarke erste Hälfte seines Teams. „Wir hätten in der ersten Halbzeit 4:0 oder sogar 5:1 führen können, das hätte keinen Zuschauer überrascht. Wir waren deutlich überlegen“, betonte er. Seine Erklärung: „Wir haben die offensiv starken Natternbacher gut zusammengehalten, sind kompakt gestanden und haben unsere Offensivkraft ausgenutzt.“ Nach dem wilden Wechselbad nach der Pause sprach Winkler von einem offenen Schlagabtausch: „Die zweite Halbzeit war ein Spiel mit offenem Visier von beiden Mannschaften. Fürs Publikum war viel dabei, zehn Tore – unglaublich.“ Aus seiner Sicht war Jeging nach dem 5:3 „ganz klar näher am Sieg“. Dass der Ausgleich so spät fiel, schmerzt: „Wenn du Dreck am Stecken hast, bekommst du den Ausgleich in der letzten Minute – so wie heute.“

Respekt vor dem Tabellenführer, Lob für das Schiedsrichterteam und ein klarer Heimanspruch

Winkler hob die Qualitäten des Spitzenreiters hervor: „Natternbach hat eine sehr präsente Offensive, über die Seiten stark und im Abschluss immer gefährlich. Sonst wären sie nicht Erster.“ Zugleich blieb er fair gegenüber den Unparteiischen: „Das Schiedsrichtergespann hat souverän gearbeitet. Hut ab, das hat gut gepasst.“ Auch die Atmosphäre imponierte ihm: „Die Stimmung war von beiden Seiten sehr fair und auf Augenhöhe.“ Trotz des späten Gegentreffers blickt er selbstbewusst nach vorne: „Wir wissen, dass wir zu Hause stark sind. Uns muss da erst einmal wer schlagen.“ Und die Lehre des Abends fasst er klar zusammen: „Im Endeffekt hätten wir das Spiel in der ersten Halbzeit entscheiden müssen.“

Bezirksliga West: TSU Jeging : Natternbach - 5:5 (2:1)

  • 92
    Vasyl Khimich 5:5
  • 79
    Maximilian Schmidbauer 5:4
  • 73
    Robert Hehedosh 5:3
  • 60
    Viktor Rjasko 4:3
  • 57
    Robert Hehedosh 3:3
  • 52
    Peter Nagy 2:3
  • 48
    Eigentor durch Andreas Bermadinger 2:2
  • 45
    Peter Nagy 2:1
  • 38
    Robert Hehedosh 2:0
  • 4
    Robert Hehedosh 1:0