Spielberichte

Individuelle Fehler kosten Gilgenberg den Heimsieg

Union Gilgenberg
Union Senftenbach

In der Bezirksliga West trennten sich die Druckhaus Adame Union Gilgenberg und die Union Ziegelwerk Senftenbach mit 2:2. Es war ein offenes, intensives Spiel, in dem Gilgenberg nach der Pause sogar 2:1 führte, am Ende aber mit einem Punkt dasteht. Sektionsleiter-Stellvertreter und Torschütze Adnan Kudic sprach von einem gerechten Remis, weil beiden Teams das letzte Quäntchen gefehlt habe. Für Gilgenberg ist es dennoch ein Zähler im Kampf um den Klassenerhalt – und einer, der zeigt, dass der Plan über weite Strecken aufgegangen ist.

Spieler steht mit einem Fuß auf einem Ball

Foto von Jonathan Ward auf Unsplash

Hohes Tempo, vier Treffer – und ein Spiel auf Augenhöhe

Der Nachmittag bot genau das, was man sich von einem Bezirksligamatch erhofft: Tempo, Einsatz und ein Duell auf Augenhöhe. Senftenbach legte kurz vor der Pause vor – Daniel Schmierer traf in Minute 40 zum 0:1. Gilgenberg blieb dran und glich noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte aus: Julian Datz stellte in Minute 45+2 auf 1:1. Nach dem Seitenwechsel erwischten die Hausherren den besseren Start. Adnan Kudic, der auch als Sektionsleiter-Stellvertreter fungiert, brachte Gilgenberg in der 56. Minute mit 2:1 nach vorne. Die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten: Jonas Reisegger traf in Minute 63 zum 2:2.

Kudic: "Unterm Strich ein gerechtes 2:2"

Adnan Kudic sprach hinterher von einem intensiven Spiel, das dem Ergebnis entsprach. "Ein gutes Bezirksligamatch, ausgeglichen, für die Temperaturen hohes Tempo – beide Mannschaften wollten spielen", meinte er. Sein Fazit fiel klar aus: "Unterm Strich ein gerechtes 2:2. Keiner hatte das nötige Quäntchen Glück, um das Spiel zu entscheiden." Kritisch sah er die Gegentore: "Wir bekommen zwei Tore durch individuelle Fehler. Beim ersten muss man fairerweise sagen: Das war sehr gut geschossen. Beim 2:2 war es eine Verkettung von zwei, drei Fehlern, die so nicht passieren dürfen." Auf der anderen Seite fand er Positives: "Die taktischen Vorgaben wurden sehr gut umgesetzt, aus dem Spiel heraus hat der Gegner fast keine zwingenden Chancen gehabt." Er sprach auch von einer Handszene für seine Mannschaft sowie von einem Treffer nach energischem Nachsetzen – und der Führung durch einen Weitschuss, der "mit ein bisschen Glück unter die Latte" ging.

Kompakter Gegner, Abstiegskampf im Kopf – ein Punkt mit Wert

Kudic hob zudem die Qualität des Gegners hervor: "Senftenbach war sehr, sehr kompakt – genau so, wie wir es erwartet haben. Das ist eine Mannschaft, die hinten nicht aufmacht und geduldig bleibt." Im eigenen Spiel sah er vor allem in Umschaltmomenten Luft nach oben: "Da hätten wir noch präziser sein müssen." Warum es am Ende beim Remis blieb, erklärte er offen: "Die Konsequenz auf das entscheidende Tor war vielleicht ein bisschen zu wenig. Wir hatten den Abstiegskampf im Kopf und zu wenig Mut, voll auf die Entscheidung zu gehen, weil wir das Spiel auf gar keinen Fall verlieren wollten." In der Tabelle steht Gilgenberg nach Runde 23 mit 24 Punkten auf Rang elf, Senftenbach hält bei 31 Zählern auf Platz sieben. "Es ist ein Punkt gegen den Abstieg", hielt Kudic fest – einer, auf dem sich mit Disziplin gegen den Ball und weniger individuellen Patzern aufbauen lässt.

Bezirksliga West: Gilgenberg : Senftenbach - 2:2 (1:1)

  • 63
    Jonas Reisegger 2:2
  • 56
    Adnan Kudic 2:1
  • 47
    Julian Datz 1:1
  • 40
    Daniel Schmierer 0:1