In der Bezirksliga West trennte sich Union CAB Rainbach/Innkreis im Derby von Union Sanube Diersbach mit 2:2. Nach dem 0:2-Rückstand nach 13 Minuten kämpften sich die Gastgeber vor der Pause durch den Treffer von Elias Reisegger zurück und glichen nach der Pause durch Rumen Stefanov Kerekov aus. Trainer Gerald Reisegger sprach von einer intensiven Partie, lobte die Moral und sah am Ende ein gerechtes Remis auch weil beide Seiten den Lucky Punch verpassten. „In Summe war es ein verdientes Unentschieden“, bilanzierte der Coach nach einem offenen, aber sehr fairen Derby.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Vom Anpfiff weg erwischte Diersbach den besseren Start: Bereits in Minute 3 traf Dávid Sztankó zur Gästeführung, in der 13. Minute legte Tobias Mayrhofer das 0:2 nach. Rainbach wackelte, fiel aber nicht und fand mit zunehmender Spieldauer ins Derby zurück. Gerald Reisegger beschrieb den Beginn klar: „Das Spiel war irrsinnig intensiv. Wir haben unglücklich begonnen und waren nach zwölf Minuten 0:2 hinten – davor ein Traumtor aus großer Distanz.“ Kurz vor der Halbzeit kam die dringend benötigte Antwort: Elias Reisegger verkürzte in der 43. Minute auf 1:2. „Das Tor vor der Pause war ganz wichtig“, betonte der Coach, der sein Team danach gefestigter sah. Mit dem 1:2 zur Halbzeit war die Türe für Durchgang zwei wieder offen und die Partie emotional voll da.
Aus der Kabine kam Rainbach entschlossen zurück. „Wir haben nach der Pause den Spieß umgedreht und den Druck klar erhöht“, erklärte Gerald Reisegger. Der Aufwand zahlte sich in Minute 62 aus: Rumen Stefanov Kerekov besorgte den verdienten Ausgleich zum 2:2. In dieser Phase waren die Hausherren das aktivere Team, ohne hinten zu viel zu riskieren. Der Coach blieb trotzdem realistisch: „Diersbach war in den ersten 25 Minuten sehr präsent. In der ersten Halbzeit hätten sie den Lucky Punch machen können, in der zweiten waren wir näher dran. In Summe war es ein verdientes Unentschieden.“ Der Versuch, nach dem 2:2 noch einmal nachzulegen, blieb ohne krönenden Abschluss – auch weil beide Seiten defensiv konzentrierter agierten als zu Beginn.
Reisegger hob nach dem Schlusspfiff vor allem die Haltung seiner Mannschaft hervor: „Ich bin besonders zufrieden mit der Moral. Einen 0:2-Rückstand in so einem Derby aufzuholen, das passt.“ Gleichzeitig sprach er einen Dauerbrenner an: „Uns fehlt, dass wir nicht gleich zu Beginn ein Tor kassieren. Das zieht sich seit Wochen durch und verunsichert. Wenn wir das abstellen, ist mehr drin.“ Zum Rahmen fand der Trainer klare Worte: „Für ein Derby war es absolut fair, irrsinnig viele Zuschauer, tolles Wetter, das Schiedsrichterteam hat das sehr gut gelöst.“ In der Tabelle liegen beide Teams weiter eng beisammen – Diersbach mit 31 Punkten knapp vor Rainbach mit 30. Mit der gezeigten Moral und einem stabileren Start will Rainbach in den letzten Runden noch punkten und das Mittelfeld nach oben verlassen.