Spielberichte

Weng vergibt Topchancen – spätes 0:2 gegen Gilgenberg

SV Weng
Union Gilgenberg

Der SV Hargassner Weng hat in der Bezirksliga West gegen Druckhaus Adame Union Gilgenberg 0:2 verloren. Weng ließ früh mehrere Topchancen aus, Gilgenberg traf durch Florian Simhofer (32.) und Angel Angelov Dimitrov (90.+2) eiskalt. Trainer Richard Tusori sprach von einer unverdienten Pleite: „Wir haben nur auf ein Tor gespielt, aber unsere Chancen nicht genutzt.“ Damit blieb viel Aufwand unbelohnt, der späte zweite Gegentreffer machte die Niederlage endgültig fest.

Spieler in grünem Trikot führt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Viele Chancen, wenig Ertrag

Weng legte schwungvoll los und hätte sich nach Ansicht von Trainer Richard Tusori schon früh belohnen müssen. „Wir haben in der Startzeit viele große Chancen schön rausgespielt“, sagte er. „In den ersten 15 Minuten hatten wir drei Hundertprozentige, die wir nicht genutzt haben.“ Der Coach brachte es auf den Punkt: „Wenn du fünfmal gegen den Tormann stehst und kein Tor machst, dann bestraft dich der Fußballgott.“ Die Strafe folgte nach einer halben Stunde: Gilgenberg ging in Minute 32 durch Florian Simhofer mit 0:1 in Führung. Tusori sprach von einer Kontersituation, in der seine Mannschaft trotz Überzahl nicht sauber kommunizierte: „Wir sind richtig zurückgelaufen, haben aber einen offensiven Spieler übersehen.“ Mit dem Rückstand ging es in die Kabinen, obwohl Weng zuvor deutlich mehr vom Spiel gehabt hatte.

Weng drückt nach der Pause – der K.o. fällt spät

Nach dem Seitenwechsel blieb Weng am Drücker. „Wir haben nur auf ein Tor gespielt, viel Intensität reingebracht, schneller gespielt – alles, was wir machen können, haben wir gemacht“, erklärte Tusori. Aus seiner Sicht lag der Ballbesitz deutlich auf Weng-Seite: „Siebzig, achtzig Prozent Ballbesitz.“ Doch der Ertrag blieb aus. „Wir waren ineffizient vor dem Tor“, haderte der Trainer. Die Partie blieb so lange offen, bis Gilgenberg in der Nachspielzeit den Deckel draufsetzte. In Minute 90.+2 traf Angel Angelov Dimitrov zum 0:2. Auch dabei sah Tusori ein vermeidbares Gegentor: „Vorher hatten wir selbst eine Konterchance, dann wieder ein Kommunikationsfehler zwischen zwei Abwehrspielern – und Gilgenberg hat das eiskalt ausgenutzt.“ Der späte Treffer besiegelte eine Niederlage, die sich Weng aus Sicht des Coaches vor allem selbst eingebrockt hatte.

„Wir müssen vor dem Tor eiskalt sein“ – Tusori blickt nach vorne

In der Analyse blieb der Weng-Coach klar. „Das Einzige, was nicht funktioniert hat: Wir haben kein Tor geschossen. Sonst haben wir wirklich alles versucht – gutes Spiel, lange Ballpassagen, Doppelpass, Eins-gegen-eins, Pressing“, sagte Tusori. Den Unparteiischen wollte er ausdrücklich nicht zum Thema machen: „Der Schiedsrichter war in Ordnung. Es gibt keine Diskussion von meiner Seite.“ Den Gegner sah er vor allem in der Effizienz besser: „Gilgenberg hat zwei, zweieinhalb Chancen gehabt und zwei Tore gemacht.“

Für die letzten beiden Runden gibt es daher einen eindeutigen Schwerpunkt. „Wir müssen vor dem Tor eiskalt sein wie die anderen. Wir arbeiten weiter am Toreschießen“, so Tusori. In der Tabelle bleibt Weng bei 32 Punkten auf Rang sechs, Gilgenberg nimmt wichtige drei Zähler mit und hält nun bei 27 – der Blick geht für beide in den Schlussspurt.

Bezirksliga West: SV Weng : Gilgenberg - 0:2 (0:1)

  • 92
    Angel Angelov Dimitrov 0:2
  • 32
    Florian Simhofer 0:1