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„Wir bleiben unserer Philosophie treu“ – Wolfgang Felber setzt bei USV Raiffeisen Eggelsberg/Moosdorf auf Kontinuität

USV Eggelsberg/M.

Beim Bezirksliga West-Sechsten USV Raiffeisen Eggelsberg/Moosdorf fällt der Blick auf die abgelaufene Saison insgesamt positiv aus. Trainer Wolfgang Felber verweist auf viele Ausfälle, sieht seine Mannschaft mit Rang sechs aber dennoch im vorderen Bereich gut aufgehoben. Vor dem Trainingsstart setzt der Verein weiter auf junge Spieler aus der Region, vier Neuzugänge und einen bodenständigen Weg.

Mehrere Fußbälle in einem Netz und Aufwärmleibchen

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Trotz vieler Ausfälle im vorderen Bereich geblieben

Der sechste Platz mit 37 Punkten aus 26 Spielen ist für Wolfgang Felber kein Ergebnis, das er künstlich groß reden will, sehr wohl aber eines, das er sauber einordnet. Der Trainer von USV Raiffeisen Eggelsberg/Moosdorf spricht von einer Saison, die „relativ gut funktioniert“ habe, und verweist dabei vor allem auf die Umstände. „Wir haben zwar viele verletzte Spieler gehabt, aber wir haben das im Team und im Verein sehr gut aufgefangen“, sagt Felber. Genau darin sieht er einen wesentlichen Grund, warum seine Mannschaft trotz personeller Probleme im vorderen Tabellenbereich geblieben ist. Dass der Klub nach dieser Saison zufrieden sein kann, formuliert er deshalb auch ohne Umschweife: „Wir sind in den vorderen Bereich der Tabelle gelangt und sind somit eigentlich zufrieden.“ Viel Pathos steckt in dieser Bilanz nicht, aber eine klare Zufriedenheit mit dem, was unter schwierigen Bedingungen gelungen ist.

Im Kader bleibt die Linie klar erkennbar

Ganz ohne Bewegung geht ein Sommer in der Bezirksliga natürlich auch in Eggelsberg/Moosdorf nicht vorbei, große Umbrüche sieht Felber aber nicht. Yahia Hillermayer hat den Verein verlassen, Thomas Mühlegger hat seine Laufbahn beendet, bleibt dem Verein jedoch erhalten. Auf der Zugangsseite nennt der Trainer vier Namen: Mit Florian Wimmer aus Geretsberg kommt ein weiterer Tormann dazu, außerdem stoßen Lukas Reschenhofer aus Schalchen, Tobias Scholz von Union Hochburg-Ach und Rückkehrer Felix Peer aus Burghausen U19 zum Team. Dazu kommt, dass ein längerfristiger Ausfall aus dem Frühjahr weiterhin Thema ist, während es daneben laut Felber nur kleinere Blessuren gibt. Trotzdem sieht der Trainer seinen Kader gut gerüstet. „Wir haben einen guten, breit gefächerten Kader“, sagt er und verbindet das sofort mit einer klaren Erwartung: „Die Spieler, die wir dazubekommen haben, werden sich relativ schnell integrieren.“

Keine Einzelspieler im Vordergrund, sondern die Entwicklung der Gruppe

Dass Felber den Blick nicht auf einzelne Namen, sondern bewusst auf das Ganze richtet, zieht sich durch seine Aussagen durch. Auf die Frage nach Spielern, die sich in den vergangenen Monaten besonders hervorgetan haben, bremst er ganz bewusst. Nicht, weil er niemandem etwas zutraut, sondern weil er die Richtung des Vereins klar halten will. „Wir haben eine interessante, dynamische Gruppe, die aus sehr viel jungen, aber auch aus erfahrenen Spielern besteht“, sagt er, will daraus aber keinen Einzelkult machen. „Unsere Hauptaufgabe ist, dass sich das Team weiterentwickelt“, betont Felber. Gerade wenn sich einzelne Spieler positiv zeigen, müsse man trotzdem „mit Maß und Ziel“ bleiben, damit die Mannschaft bodenständig bleibe. Genau das passt zu jener Linie, die auch bei der Kaderplanung sichtbar wird. „Wir bleiben unserer Philosophie treu, mit eigenen jungen Spielern und aus der Umgebung“, sagt der Trainer. Für USV Raiffeisen Eggelsberg/Moosdorf heißt das: keine lauten Ankündigungen, sondern konsequent auf den eigenen Weg setzen.

Motivierter Neustart und ein besonderes Jahr im Verein

Der Neustart rückt nun näher, das Training beginnt laut Felber in der kommenden Woche. Die Erwartungshaltung formuliert er nicht überzogen, aber klar genug, um die Richtung vorzugeben. „Wir freuen uns auf den Neustart, wir freuen uns auf die neue Gruppe in der Bezirksliga, und wir sind hochmotiviert und voller Leistungsbereitschaft“, sagt er. Gleichzeitig schaut er auch über den eigenen Verein hinaus und hebt Mannschaften hervor, die ihn beeindruckt haben. Natternbach/St. Willibald hebt er dabei besonders hervor, auch Union Gurten 1b und SV Riedau erwähnt er ausdrücklich positiv. Vereinsintern steht daneben ebenfalls ein wichtiger Punkt an, weil im kommenden Jahr die 70-Jahr-Feier auf dem Programm steht. Sportlich soll der Kurs aber derselbe bleiben. „Wir schauen, dass wir unseren Weg positiv weitergehen, uns ständig weiterentwickeln und mindestens dieses Ergebnis wieder erreichen“, sagt Felber. Es ist keine Ansage mit großem Lärm, sondern eine, die gut zu diesem Verein passt.