Frauen in OÖ

WER „debütiert“ am Donnerstag im Sportzentrum Weibern als Sieger im Voest-Alpine-Ladies-Cup?

Keines der beiden Endspielteams konnte bisher den Siegerpokal in die Höhe strecken: TSV Ottensheim scheiterte im Vorjahr „hauchdünn“, St. Stefan/Waldmark stieß noch nie bis ins Finale vor; das Ligaportal bat die beiden Headcoachs um ihre Einschätzungen:

 

voestalpine Ladies Cup, Finale im Sportzentrum Weibern powered by MKW

Donnerstag, 14. Mai 2026, 16.00 Uhr:

TSV Ottensheim-- Union St. Stefan / Waldmark

 Ligaportal: Helmut, wie würdest Du Eure Situation beschreiben?

„Herausforderer“ Helmut Brandl (Union St. Stefan / Waldmark): „Wir haben ja schon gewonnen, bevor das Spiel begonnen hat, weil mit uns fast niemand als Finalist gerechnet hat. Vor Saison-Beginn haben wir intern unsere Spielerinnen ersucht, auf einem Blatt Papier ihre Erwartungen für das Abschneiden im Voest-Alpine Ladies Cup, niederzuschreiben. Alle haben „1. Runde“ angegeben, ich selbst war der Einzige, der „Finale“ eintrug, was mir auch einige Skepsis der anderen eintrug, aber…..

Der Pokal hat eigene Regeln und es hat sich ja auch bisher schon einiges anders entwickelt als erwartet".

Wie stellt Ihr Euch auf den Gegner ein?

„Wir legen uns einen Matchplan zurecht, und wenn wir den umsetzen können und vielleicht Ottensheim einen schlechteren Tag erwisch, ist vieles möglich!

Du wirst diesen Plan an aber sicher nicht veröffentlichen?

„Das ist klar, aber dass wir auf Torjägerin Simone Raab und einige ihrer Teamkolleginnen besonders achtgeben werden, liegt auf der Hand. Umgekehrt wird sich die Defensive des LT1-O.Ö—Ligisten auf Lisa Feilmayr und Nora Hetzmannseder einstellen (müssen), ist sicher auch kein Geheimnis, aber darüber hinaus….Vielleicht können wir beweisen, dass der Unterschied in der Spielstärke zwischen der höchsten Frauen-Liga Oberösterreichs und der Landesliga kleiner geworden ist!"

Mit zahlreichen ZuschauerInnen aus beiden Fan-Lagern ist zu rechnen, kann die starke Kulisse eine Rolle spielen?

„Nach den Fußball-Festen, z.B. beim Meisterschaftsspiel in Altenfelden und beim 0:10 gegen den LASK im Oktober 2021 im Cup erlebten wir Rekordbesuche und Pyrotechnik usw. für eine großartige Atmosphäre sind wir sicher gerüstet!"

Dann bedanke ich mich herzlich für Dein Statement und wünsche Euch viel Erfolg!

Cheftrainer Moritz Böker (TSV Ottensheim): „Uns ist bewusst, dass wir als höherklassiges Team die Favoritenrolle annehmen müssen. Dennoch erwartet uns mit St. Stefan ein starker Gegner, der sowohl in der Landesliga als auch im Cup eine sensationelle Saison spielt und uns höchstwahrscheinlich auch im kommenden Jahr in der O.Ö.-Liga begegnen wird. Am Wochenende haben wir spielerisch eine sehr gute Generalprobe abgeliefert ( 7:0 gegen die LASK Juniors; Anmerkung) Die Trainingswoche werden wir nützen, um uns optimal auf die Partie am Donnerstag vorzubereiten- entscheidend ward dann sein, wie motiviert wir in das Spiel gehen. Da der Cup-Titel noch fehlt, wird die Mannschaft alles daransetzen, um ihn zu holen.

Aus St. Stefan u d Ottensheim werden jeweils 2 bis 3 Busse und mehrere Privat-Pkws anreisen, wir erwarten daher eine großartige Kulisse. Auch der Veranstalter zeigt großes Engagement und wird ein tolles Finale im Rahmen seiner Jubiläumsfeier ausrichten. Einem gelungenen Fußballtag steht also nichts im Wege!“

Auch Dir, lieber Moritz, herzlicher Dank für Deine Stellungnahme, viel Glück für Euer Team!

Einige Siegerinnen sorgten in der Historie schon für kräftige Überraschungen!

Das Frauenklasseteam der Union Kleinmünchen 1 c düpierte 2005 den hohen Favoriten, das Landesligateam Dionysen/Traun, im Elferschießen mit 5:3. 2010 bezwang die Spielgemeinschaft LASK Ladies/Zöhrdorf den SV Garsten, bis dahin schon 4-facher Pokalsieger, mit 5:2.

U.Wolfern und SV Garsten, 2016 noch Finalgegner und Garsten mit 2:0 siegreich, bündelten 2019 ihre Kräfte und gingen favorisiert ins Endspiel, unterlagen aber U. Kleinmünchen 1 b mit 1:3. Zuletzt ging LASK 1 b mit Vorschusslorbeeren in das Finale 2024, bezog aber von der SPG Kematen/Piberbach-Rohr/Neuhofen eine 0:4-Niederlage.

Helmut Pichler