Spielberichte

„Es hat keinen Moment gegeben“: Union Ansfelden belohnt geschlossene Leistung mit spätem 2:1-Sieg

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Union Ansfelden
BW Linz Amateure

In der Landesliga Ost hat die Union ZAUNERGROUP Ansfelden am Freitagabend gegen die FC Blau-Weiß Linz Amateure einen späten 2:1-Heimsieg geholt. Nach dem 0:0 zur Pause trafen Dejan Javorovic und in der Nachspielzeit Maximilian Egger für die Gastgeber, dazwischen glich Dusan Zuza aus. Sportchef Mario Farthofer sah keinen einzelnen Knackpunkt, sondern „eine geschlossene Mannschaftsleistung“, die am Ende den Ausschlag gab.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

Foto von Amr Taha™ auf Unsplash


Starke erste halbe Stunde, dann offenes Spiel bis zum Schluss

Der Aufsteiger kam nach der Einschätzung von Mario Farthofer gut in die Partie und war vor allem in der ersten halben Stunde das aktivere Team. „Wir haben ein sehr gutes Heimspiel gemacht und das Spiel mit viel Ballbesitz in der Anfangsphase zu dominiert“, sagte der sportliche Leiter. Ganz so klar blieb die Begegnung aber nicht. Die Gäste fanden mit Fortdauer der ersten Hälfte immer besser hinein und setzten vor dem Seitenwechsel selbst Akzente. Farthofer sprach davon, dass seine Mannschaft vor der Pause „ein bisschen Glück gehabt hat, dass wir nicht vielleicht eins hinten sind“. So ging es torlos in die Kabinen. Nach dem Wechsel belohnte sich Ansfelden dann rasch für die Arbeit. In der 50. Minute kam der Ball nach einem eigenen Angriff noch einmal zu Kapitän Dejan Javorovic, der sich im Sechzehner mit einem Haken Platz verschaffte und den Ball mit dem Außenrist ins lange Eck setzte. Blau-Weiß blieb aber im Spiel und kam durch Dusan Zuza in der 76. Minute zum 1:1. Danach entwickelte sich genau jene intensive zweite Hälfte, die Farthofer beschrieben hatte. „Die zweite Halbzeit war sehr ausgeglichen mit einem sehr intensiven Spiel, wo wir das dann zum Glück für uns entscheiden konnten“, sagte er. Diese Entscheidung fiel erst ganz spät, als Maximilian Egger in der 93. Minute einen Freistoß von der 16-Meter-Grenze sehr platziert ins lange Eck setzte.

Warum Sportchef Farthofer keinen einzelnen Wendepunkt nennen wollte

Gerade weil das Spiel nach dem Ausgleich noch einmal völlig offen war, wollte Farthofer den Sieg nicht auf eine Szene reduzieren. Für ihn lag der Unterschied an diesem Abend nicht in einem einzelnen Moment, sondern in der Art, wie seine Mannschaft die Partie insgesamt angenommen hat. „Es hat keinen Moment gegeben. Es war einfach eine geschlossene Mannschaftsleistung, die Fußball spielen wollte, und das war der ausschlaggebende Punkt“, sagte er. Diese Linie zog sich durch seine gesamte Analyse. Obwohl mit Javorovic und Egger die beiden Ansfeldner Torschützen naturgemäß im Mittelpunkt standen, vermied Farthofer bewusst jede Einzelkritik und auch jedes übertriebene Herausheben. „Ich will da gar nicht jemanden herausheben beziehungsweise jemanden schlechtreden. Es war wirklich eine sehr geschlossene, durchwegs aktive Mannschaftsleistung“, erklärte er. Dazu zählte für ihn ausdrücklich auch die Unterstützung von außen. „Man kann echt nur die ganze Mannschaft und auch die Spieler, die heute von der Bank gekommen sind, loben“, so Farthofer. Als kleinen Unterschied auf Augenhöhe nannte er am Ende vor allem das Timing vor dem Tor und die Härte in entscheidenden Duellen. Ansfelden habe „die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht und vielleicht die ein oder zwei entscheidenden Zweikämpfe gewonnen“.

Respekt vor Gegner und Sieg, der oben dran hält

Dass es bis in die Nachspielzeit hinein eng blieb, kam für Farthofer nicht überraschend. Er kennt die Blau-Weiß Linz Amateure und beschrieb den Gegner als junge, sehr agile Mannschaft mit klarer Ausrichtung. „Blau-Weiß ist taktisch sehr gut eingestellt, hat sehr wendige, sehr laufbereite Spieler und ist spielerisch sehr aktiv“, sagte er. Dazu meinte er, dass die Linzer immer wieder versucht hätten, durch die Mitte zum Erfolg zu kommen, dort aus seiner Sicht aber nicht den entscheidenden Weg fanden. Insgesamt sprach Farthofer dennoch von einem „wie erwartet schweren Spiel“ gegen eine Mannschaft, die die Union Ansfelden über weite Strecken gefordert habe. Entsprechend deutlich fiel auch sein Gesamturteil aus: „Es war ein Spiel auf Augenhöhe und ein sehr, sehr attraktives Spiel für die rund 250 Zuschauer.“ Diskussionen um den Unparteiischen gab es aus seiner Sicht ebenfalls nicht. „Die Leistung von Schiedsrichter Eidenberger war wirklich sehr okay. Es hat keine spielentscheidende Szene gegeben“, sagte er. Für Ansfelden bleiben damit drei Punkte aus einem intensiven Heimspiel und die Bestätigung, dass die Mannschaft in engen Partien bis zum Ende dranbleibt. Mit 13 Punkten aus sieben Spielen stehen die Ansfeldner auf Rang vier und bleiben in der Spitzengruppe.

Landesliga Ost: Ansfelden : BW Linz Amateure - 2:1 (0:0)

  • 93
    Maximilian Egger 2:1
  • 76
    Dusan Zuza 1:1
  • 50
    Dejan Javorovic 1:0