Spielberichte

"Wir waren viel zu passiv" – SV Gallneukirchen dreht 0:1 noch vor der Pause

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SV Gallneukirchen
SPG St. Florian / NNK

In der Landesliga Ost hat sich der SV Gallneukirchen gegen die SPG St. Florian/Niederneukirchen mit 2:1 durchgesetzt, obwohl der Freitagabend für die Gastgeber alles andere als geradlinig verlief. Trainer Michael Mehlem sprach nach dem Heimspiel von einem "Kampfsieg", in dem seine Mannschaft lange nicht an ihr gewohntes Niveau herankam, sich nach frühem Rückstand aber mit zwei Treffern vor der Pause zurückmeldete.

Mehrere Spieler auf dem Platz - ein Betreuer trägt eine Eisbox

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Schwacher Beginn, starke Reaktion vor der Pause

Der Start gehörte klar den Gästen. Schon nach sechs Minuten brachte Nino Watzl St. Florian mit 1:0 in Führung, und aus Sicht von Michael Mehlem war dieser Rückstand die logische Folge einer schwachen Anfangsphase seiner Mannschaft. "St. Florian war viel besser im Spiel und hat uns sehr unter Druck gesetzt. Wir waren viel zu passiv, viel zu defensiv und viel zu langsam im Kopf", sagte der Gallneukirchner Trainer. Dazu kam, dass die Gäste früh sogar noch die Möglichkeit auf das 2:0 hatten, das nur durch eine gute Parade des Gallneukirchner Tormanns verhindert wurde. Umso wichtiger war für die Gastgeber das 1:1 in der 17. Minute durch Wolfram Mehlem. Dieses Tor brachte Gallneukirchen zurück, und als Burak Katar in der 30. Minute noch vor der Pause auf 2:1 stellte, hatte die Partie trotz der klar besseren Anfangsphase der Gäste plötzlich eine andere Richtung.


Keine Phase mit echter Ruhe

Ganz beruhigt war Mehlem aber auch nach der Wende nicht. Der Trainer sagte offen, dass er nie das Gefühl hatte, die Partie wirklich unter Kontrolle zu haben. "Fairerweise muss ich sagen, diesen Moment habe ich in diesem Spiel nie gehabt", erklärte er. St. Florian blieb aus seiner Sicht gefährlich, setzte Gallneukirchen weiter unter Druck und suchte immer wieder mit langen Bällen den Weg nach vorne. Gleichzeitig ließ auch die Heimmannschaft Möglichkeiten auf weitere Tore liegen. Mehlem sprach von zwei Stangenschüssen und weiteren Aktionen, in denen noch mehr drin gewesen wäre. Gerade deshalb ordnete er den Heimsieg trotz der drei Punkte nüchtern ein: "In Summe ist es vielleicht trotzdem ein bisschen ein glücklicher Sieg geworden." Dass Gallneukirchen den Vorsprung nach dem Seitenwechsel über die Zeit brachte, war für ihn daher mehr Erleichterung als Ausdruck eines souveränen Auftritts.

Viel Lob für St. Florian, klare Worte an eigene Mannschaft

Bemerkenswert war nach dem Schlusspfiff vor allem der klare Ton des Gallneukirchner Trainers. Obwohl seine Mannschaft gewann, wollte Mehlem die Leistung nicht schönreden. "Man darf zufrieden sein, dass man drei Punkte macht, aber die Leistung war weit nicht das, was wir können und was ich auch erwarte", sagte er. Als wirkliche Stärke konnte er an diesem Abend vor allem eines nennen: dass sein Team nach dem Rückstand zurückgekommen ist und seine Tore zur richtigen Zeit gemacht hat. Gleichzeitig fand er auch deutliche Worte für den Gegner. St. Florian sei "eine sehr kompakte Mannschaft, spielstark, mit guten Einzelspielern" gewesen. Besonders die ersten 15 bis 20 Minuten hätten die Gäste "extrem gut" gespielt, sehr aggressiv agiert und einen Eindruck hinterlassen, als wären sie an diesem Tag spritziger gewesen. Gerade deshalb hatte dieser 2:1-Erfolg für Gallneukirchen mehr mit Widerstandskraft als mit spielerischer Klarheit zu tun.

Drei Punkte zählen, Auftrag fürs nächste Spiel ist klar

So blieb unter dem Strich ein Abend, an dem das Ergebnis für den SV Gallneukirchen stimmte, die Selbstkritik aber trotzdem groß war. Mehlem machte deutlich, woran seine Mannschaft arbeiten muss: "Wir müssen wieder schauen, dass wir von der ersten Minute an am Platz stehen. Nicht nur körperlich, sondern auch mit dem Kopf." Genau dort sah er diesmal die größten Defizite. Dass sein Team ohne Schaden durch diese Partie gekommen ist und nun bei 13 Punkten aus acht Spielen hält, wertete er dennoch als wichtigen Ertrag. Auch mit der Leitung des Unparteiischen zeigte er sich zufrieden. "Das Schiedsrichterteam hat eine gute Leistung abgeliefert", sagte Mehlem. Für Gallneukirchen bleibt nach diesem 2:1 also ein Sieg, der gut für das Konto war, aber gleichzeitig klar aufgezeigt hat, dass im nächsten Spiel wieder deutlich mehr kommen muss.

Landesliga Ost: Gallneukirchen : SPG St. Florian / NNK - 2:1 (2:1)

  • 30
    Burak Katar 2:1
  • 17
    Wolfram Mehlem 1:1
  • 6
    Nino Watzl 0:1