Im Spitzenspiel der 8. Runde in der Landesliga Ost führte die ASKÖ Donau Linz bei der ASKÖ Oedt zur Pause, musste sich nach einer Wende im zweiten Durchgang aber mit 1:3 geschlagen geben. Trainer Alexander Steinkellner sprach trotzdem von einer starken Leistung seiner Mannschaft. Den Ausschlag gab für ihn vor allem die Qualität des Tabellenführers, der den hohen Druck am Ende doch noch in Tore ummünzte.

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Für Donau begann der Abend ideal. Michael Dietl brachte die Gäste bereits in der 8. Minute mit einem sehenswerten Weitschusstor 1:0 in Front. Danach änderte sich das Bild laut Steinkellner aber rasch. Oedt übernahm die Kontrolle, hatte extrem viel Ballbesitz und drückte Donau tief in die eigene Hälfte. Der Trainer schilderte offen, dass seine Mannschaft schon vor der Pause einiges zu überstehen hatte: Andrija Bosnjak kam zu drei Topchancen, zweimal hielt der Donau-Schlussmann stark, einmal ging der Abschluss daneben. Auf der anderen Seite ergaben sich für die Linzer über Umschaltmomente trotzdem Möglichkeiten, bei einer davon vergab Dietl eine gute Chance. Steinkellner ordnete die erste Hälfte deshalb ehrlich ein: „Wir sind fairerweise glücklich mit 1:0 in die Pause gegangen.“
Nach dem Wechsel sah Steinkellner zunächst sogar eine Phase, in der seine Mannschaft das Spiel trotz des Dauerdrucks besser im Griff hatte. Die ersten zwanzig Minuten der zweiten Hälfte seien aus seiner Sicht ordentlich gewesen, obwohl Oedt die Gäste weiterhin weit hinten band. Die große Gelegenheit, auf 2:0 zu stellen, ließ Donau aber liegen, als Dietl rund um die 65. Minute nach einem Umschaltmoment eine Topchance nicht nutzte. Damit blieb die Partie offen, und genau das spielte den Gastgebern in die Karten. In der 73. Minute glich Okan Aydin zum 1:1 aus, nur wenig später drehte Belmin Cirkic die Partie auf 2:1. Als Donau in der Nachspielzeit alles nach vorne warf, setzte Arne Ammerer mit dem 3:1 den Schlusspunkt.
Der Donau-Coach wollte seiner Mannschaft trotz der Niederlage ausdrücklich keinen Vorwurf machen. „Man kann meiner Mannschaft zu der Leistung nur gratulieren. Wir haben leidenschaftlich verteidigt, sind als Mannschaft positiv geblieben und haben Oedt einen Fight geboten“, sagte Steinkellner. Entscheidend sei für ihn nicht eine einzelne Szene gewesen, sondern die Klasse des Gegners über 90 Minuten. „Die Qualität von Oedt hat sich einfach durchgesetzt“, meinte er und verwies auch auf kurzfristige Ausfälle, durch die seiner Elf an diesem Abend die Breite fehlte, um längere Ballbesitzphasen zu finden. So musste Donau sehr viel gegen den Ball arbeiten und zahlte hinten raus körperlich Tribut. Sein Resümee fiel deshalb trotz Ärger über das Ergebnis erstaunlich klar aus: „Wir haben das Maximum versucht rauszuholen, haben eine Topleistung gebracht und waren bis in die Nachspielzeit nur ein Tor hinten.“
Auch zur Leistung des Unparteiischen hatte Steinkellner eine Meinung, ohne daraus eine Ausrede zu machen. Er sehe die Linie „im Großen und Ganzen sehr kritisch“ und habe bei einigen Situationen das Gefühl gehabt, dass 50:50-Entscheidungen eher gegen Donau ausgefallen seien. Gleichzeitig schob er den entscheidenden Satz sofort nach: „Schiedsrichter Bauer war sicher nicht der Grund, warum wir die Partie verloren haben. Die haben wir schon selber verloren.“ Damit blieb der Fokus klar auf dem Sportlichen. Die ASKÖ Donau Linz verkaufte sich beim Tabellenführer teuer, stand lange im Spiel und hielt die Partie offen. In der Tabelle bleiben die Kleinmünchner nach acht Runden mit 21 Punkten im Spitzenfeld, mussten die ASKÖ Oedt nach diesem direkten Duell aber auf drei Zähler davonziehen lassen.