In der Landesliga West bekamen rund 750 Zuschauer in der Maier & Stelzer Arena genau das Derby, das sich viele erwartet hatten: Der UFC Eferding und die SPG St. Marienkirchen/Wallern 1b trennten sich mit einem 3:3-Unentschieden. Nach frühem Rückstand, einem zwischenzeitlichen 1:3 und einer Aufholjagd bis zum Ausgleich sprach Neo-Trainer Patrick Fischl von einem "unglücklichen" Spielverlauf für sein Team.

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Für Eferding begann der Samstagnachmittag denkbar schlecht. Schon in der 1. Minute brachte Kilian Wiedner den Aufsteiger in Führung. Dazu kam nach zehn Minuten noch eine schwere Verletzung eines Eferdinger Spielers, was die Phase zusätzlich schwierig machte. Fischl hatte auch schnell erklärt, warum seine Mannschaft so schwer hineinfand: "St. Marienkirchen hat es uns in der ersten Halbzeit richtig schwer gemacht. Sie sind gut ins Pressing gekommen." Als Wiedner in der 32. Minute auf 0:2 stellte, lag Eferding bereits klar zurück. Dominic Hanisch antwortete aber nur zwei Minuten später mit dem 1:2 in der 34. Minute, und damit war die Partie plötzlich wieder offen. Zur Halbzeit stand es dennoch 1:2, weil die Gäste in dieser Phase insgesamt den klareren Zugriff hatten.
Nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst ruhiger. Umso schwerer wog dann das 1:3 in der 56. Minute durch Erjan Emini, weil Eferding damit zum zweiten Mal an diesem Tag mit zwei Toren zurücklag. Genau dort setzte aber die Reaktion der Hausherren ein. Roland Meister verkürzte in der 64. Minute auf 2:3, Felix Knogler glich in der 78. Minute zum 3:3 aus, und auf einmal war sogar noch mehr möglich. Fischl sah gerade im schnellen Anschluss den Knackpunkt für die Aufholjagd: "Der entscheidende Moment war, dass wir relativ früh das 2:3 machen. Wir wissen, dass wir offensiv immer Tore schießen können." Und weiter: "Ab dem 3:3 hat es so ausgesehen, als würde das Spiel endgültig auf unsere Seite kippen." Der Siegtreffer fiel allerdings nicht mehr, obwohl in den Schlussminuten noch die Chance auf das 4:3 da war.
Gerade deshalb fiel Fischls Urteil nach dem Abpfiff zweigeteilt aus. Einerseits verteilte der neue Trainer ein großes Lob an seine Mannschaft: "Mit einer schweren Verletzung in der zehnten Minute und zweimal einem Zwei-Tore-Rückstand muss man erst einmal den Ausgleich erzielen. Andererseits sprach er offen an, was aus seiner Sicht für mehr gefehlt hat. "Wir müssen im Spielaufbau ruhiger werden und mit Ball ruhiger spielen. Den Gegner hob er ausdrücklich hervor. St. Marienkirchen habe es Eferding "von Minute eins an sehr schwer" gemacht und eine starke, geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Bei einer Szene blieb aus Eferdinger Sicht dennoch Diskussionsstoff: Vor dem 0:2 habe es bei der Ecke ein klares Foul am Torhüter gegeben. Fischl ordnete das aber sauber ein und stellte klar, dass diese Situation für ihn nicht spielentscheidend war. Unter dem Strich nannte er das 3:3 deshalb ein gerechtes Unentschieden, auch weil die Gäste in der ersten Halbzeit besser waren, Eferding dafür in der Schlussphase immer mehr am Drücker blieb. Der Punkt hält den UFC nach Runde acht mit 18 Zählern auf Platz zwei, zurück bleibt vor allem ein Derby, das seinem Ruf gerecht wurde.