OÖ-Liga

Donau mit nächstem Kantersieg

gmunden_big.jpgOhne Worte! Wie sollte man die letzten Leistungen von Donau Linz umschreiben? Nach dem 8:0 gegen Weißkirchen und dem 6:0 gegen Traun, gewinnt Donau nun auch gegen den SV Gmundner Milch mit 6:0 und kann seine eindrucksvolle Serie fortsetzen. Nach acht Runden hält die Scheiblehner-Elf schon bei 32 Toren. Gmunden dagegen kassiert die fünfte Saisonniederlage und kann die gesteckten Erwartungen weiterhin nicht erfüllen. Für Trainer Alfred Olzinger war diese Niederlage ein herber Rückschlag: "Jetzt können wir wieder von vorne beginnen", sagt der Coach.

Gmunden mit besserem Beginn
Betrachtet man das Endergebnis, ist es womöglich etwas verwunderlich, die bessere Mannschaft in der Anfangsphase des Spiels ist aber Gmunden. Kiril Penchev Chokchev kommt schon in Minute drei zu einer guten Möglichkeiten, Tormann Stefan Karl Singer kann aber abwehren. Nur wenige Minuten später hat Manuel Schmidl die nächste gute Chance für die Traunseestädter, Singer kann aber wieder parieren. Von Donau ist zunächst nicht viel zu sehen, die Mannschaft scheint etwas überrascht von dem Anfangselan der Gäste zu sein.

Efendioglu mit Doppelpack
Nach etwa 15 Minuten kommt die Scheiblehner-Elf aber besser ins Spiel und kann seinerseits Möglichkeiten herausspielen. In der 18. Minute gehen die Gastgeber dann auch in Führung. Yusuf Efendioglu schießt aus etwa 16 Metern, zunächst kann Tormann Christian Holzer noch abwehren, den Nachschuss verwertet Efendioglu aber zum 1:0. Nun geht es hin und her, Chancen auf beiden Seiten. Das nächste Tor erzielt aber wieder Efendioglu, in der 27. Minute. Nenad Vidackovic bringt eine Flanke zur Mitte und Efendioglu trifft per Kopfball zum 2:0. 

Kapitän besorgt Vorentscheidung
Donau scheint nun wieder nahtlos an die letzten Leistungen anzuknüpfen. Gmunden bemüht sich zwar, spielt auch nicht so schlecht, agiert aber glücklos. Ganz anders die Kleinmünchner, die wie zuletzt ihre Möglichkeiten auch nützen. In der 36. Minute bringt Sinisa Markovic einen Freistoß Richtung Gmunden-Tor, Günter Stöckler übernimmt und verwertet zum 3:0. Bis zur Pause passiert dann nichts nennenswertes mehr, vor allem aber fällt kein Tor mehr. 

Doppelschlag innerhalb von 60 Sekunden
Kurz nach der Pause möchte Alfred Olzinger etwas frischen Wind in die Mannschaft bringen und tauscht Tommy Schmidl und Jeton Curri aus. Für sie kommen Andreas Pühringer und Christoph Gross auf den Platz. Die Rechnung geht aber keineswegs auf und Olzinger muss zwei weitere Gegentore mit ansehen. Nach einem Outeinwurf für Gmunden, erobert Donau den Ball, Markovic überspielt zwei Gegenspieler und schießt zum 4:0 (55.) ein. Nur Sekunden nach diesem Tor erhöht Efendioglu mit einem Kopfballlupfer auf 5:0 (56.). Zu diesem Zeitpunkt sind noch 35 Minuten zu spielen, Olzinger reagiert wieder mit einem Wechsel, Manuel Schmidl muss vom Platz, für ihn kommt Raphael Schauer. Was passiert? Kurz darauf erhält Gmunden ein weiteres Gegentor. Diesmal trifft Alen Orsolic nach Vorlage von Nenad Vidackovic per Flugkopfball. In den letzten 20 Minuten kann Gmunden immerhin noch weitere Gegentore verhindern, es bleibt beim 6:0.

Alfred Olzinger, Trainer SV Gmundner Milch
"Erstens muss man die sehr gute Kollektivleistung von Donau anerkennen. Wir wussten, dass sie das gleiche System spielen wie wir, die Tagesverfassung hat entschieden. Bei ihnen war an diesem Tag jeder Spieler stärker als der jeweilige Gegenspieler von uns. Zu Beginn haben wir ganz gut ins Spiel gefunden, dann das 0:1 aus dem Nichts bekommen. Am meisten ärgert es mich aber, dass wir nach dem 0:3 nicht auf Null spielen konnten, sondern in der zweiten Halbzeit willenlos agierten. Dieses Spiel war ein herber Rückschlag, auch weil wir uns nun das Torverhältnis zunichte gemacht haben. Jetzt können wir wieder von vorne beginnen." 

Beste Spieler: keine
Formation: 4-4-2



von Milan Vidovic