Nach nur einem Zähler aus den ersten fünf Frühjahrsspielen der LT1 OÖ-Liga war der Druck bei der SPG Algenmax Pregarten merklich angestiegen. Gestern empfing man auf eigener Anlage die UVB Oberbank Vöcklamarkt – und konnte prompt für den ersten vollen Erfolg in der Rückserie sorgen. Man präsentierte sich dabei giftig gegen den Ball, zielstrebig im Umschaltspiel und nervenstark. Den Siegtreffer markierte man demnach am allerletzten Abdruck.
Die Gäste aus Vöcklamarkt erwischten einen super Start und überrumpelten durch beherzten Offensivfußball den Kontrahenten umgehend. Gegen viel zu passiv agierende Pregartner erspielte man sich gleich richtig aussichtsreiche Chancen. Einmal zappelte der Ball sogar im Netz, der Treffer von Fabio Födinger wurde aber aufgrund einer Abseitsstellung aberkannt. Im Laufe des ersten Durchgangs fing sich die SPG dann zusehends und verstand es, die Stärken im Umschaltspiel auf den Platz zu bringen, um dem Gegner richtig wehzutun. Der Übergang vom Mitteldrittel ins letzte Drittel funktionierte dabei sehr gut. Top-Chancen von Julian Rechberger und den beiden Kolm-Brüdern blieben in der ersten Hälfte aber ungenutzt, da es in letzter Instanz schlichtweg an der nötigen Präzision mangelte. Besser, weil effektiver löste Fabio Weissenberger seine Situation in Minute 25: Der Flügelspieler sorgte mit einem platzierten Flachschuss aus 18 Metern für die verdiente Pausenführung des Underdogs.
Nach dem Seitenwechsel ein aus der Vergangenheit gewohntes Bild: Die SPG ging sofort in den tiefen Block und lauerte auf weitere Umschaltmomente. Die UVB Vöcklamarkt verzeichnete demnach mehr Ballbesitz, tat sich aber brutal schwer, gegen aufmerksam verteidigende Gastgeber richtig gefährlich zu werden. In der 80. Minute konnte man dann aber zuschlagen. Nach einem leichtfertigen Ballverlust der Pregartner schaltete dieses Mal die Schatas-Truppe um und setzte Severin Hager in Szene, der im Strafraum der Heimischen gefoult wurde. Den fälligen Elfmeter versenkte Födinger zum zwischenzeitlichen Ausgleich. In der Retrospektive machten die Vöcklamarkter danach einen fatalen Fehler: Man ging auf den Sieg und nahm mehr Risiko, anstatt sich mit dem Auswärtspunkt zufrieden zu geben. Somit wurde man von den Pregartnern noch einmal ausgekontert: Joker Lukas Lindner bediente Kapitän Markus Blutsch, der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie beförderte (90.+2) und bei den Gastgebern selbstredend alle Dämme brechen ließ. Unmittelbar danach sah Vöcklamarkts Lukas Würtinger aufgrund von Kritik noch die Ampelkarte, er wird seiner Truppe am kommenden Wochenende fehlen.
Robert Lenz (Trainer SPG Pregarten):
„Das ist eine riesige Befreiung für uns. Die junge Mannschaft hat nach dem bitteren Ausgleich noch die Moral und die Mentalität gezeigt, das Tor zu machen und gewinnen zu wollen. Das ist in unserer Situation sehr beeindruckend. Man hat gesehen, dass Vöcklamarkt eine riesige Qualität hat. Wir haben aber nichts zugelassen. Das war eine sehr gute Leistung von uns.“
Jürgen Schatas (Trainer UVB Vöcklamarkt):
„Das ist eine bittere Niederlage. Ein Punkt wäre schon in Ordnung gewesen. Das ist sich nicht ausgegangen. Dann war noch der Platzverweis. Das ist natürlich auch nicht optimal für die nächsten Aufgaben.“
Die Besten: Alexander Pöppl (IV, SPG Pregarten), Jan Bartos (IV, SPG Pregarten), Fabio Weissenberger (LMF, SPG Pregarten)