Der UFC Stampfl-Bau Ostermiething hatte unter der Woche für Schlagzeilen gesorgt, als man nach der jüngsten Pleitenserie die Trennung von Trainer Christoph Mühllechner bekannt gegeben hatte. Heute feierte das Betreuer-Duo, bestehend aus Petar Dimitrov und dem ehemaligen deutschen Bundesliga-Profi Michael Kostner, sein Debüt in der LT1 OÖ-Liga. Gegen den Tabellenzweiten SU Vortuna Bad Leonfelden gab es aber schlussendlich nichts zu holen. Das 1:3 war die sechste Niederlage in Folge. Die Mühlviertler erhöhten damit unterdessen abermals den Druck auf die Spitze des Rankings.
Nach nur wenigen Augenblicken schockte der UFC Ostermiething den Favoriten auf schwierigem Geläuf: Man nutzte einen individuellen Fehler in der Defensive gekonnt aus und stellte durch Offensivmann Benjamin Taferner auf 1:0 (3.). Davon ließ sich die SU Bad Leonfelden aber nicht beeindrucken und schaffte es über weite Strecken des ersten Durchgangs, einen richtig dominanten Auftritt hinzulegen. Man kombinierte dabei technische Qualität mit der nötigen Zielstrebigkeit im vordersten Drittel. Gegen beherzt verteidigende Hausherren fanden Klaus Kapl, David Radouch und Chinonso Eziekwe Top-Chancen vor, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. In der 42. Minute war es dann aber so weit: Nach einer sehenswerten Einzelaktion samt tollem Abschluss besorgte Radouch den zwischenzeitlichen Ausgleich, wobei der Ball via Innenstange den Weg ins Tor fand.
Nach dem Seitenwechsel ließ die SU Bad Leonfelden den Kontrahenten etwas kommen und legte den Fokus sichtlich aufs Umschaltspiel. Damit strahlte man weiterhin eine brutale Gefahr aus. In Minute 54 drehte man das Match dann komplett: Einen schönen Angriff veredelte Eziekwe mit seinem Treffer aus kurzer Distanz. Danach war der UFC Ostermiething gefordert – und der Underdog lieferte phasenweise auch ab. In einer intensiven, kampfbetonten Partie zeigte man sich giftig gegen den Ball und bemüht, im Umschaltspiel Akzente zu setzen. Es war schon ersichtlich, dass durch den Trainerwechsel ein gewisser Ruck durch die Mannschaft gegangen ist. Einziges Manko: Richtig zwingend konnte man in dieser Phase der Begegnung nicht werden. Was wahre Effizienz im vordersten Drittel bedeutet, demonstrierte die SU Bad Leonfelden dann noch einmal in der 86. Minute, als nach Vorlage von Kapitän Kapl Radouch für den 1:3-Endstand sorgte. Es war der 18. Saisontreffer des Führenden der Torschützenliste. Danach fand Kapl noch eine Top-Chance vor, er verpasste es aber, das Ergebnis noch weiter in die Höhe zu schrauben.
Stefan Hinterkörner (Trainer SU Bad Leonfelden):
„Wir haben verdient gewonnen. Es war ein souveräner Auftritt – insbesondere in der ersten Halbzeit. Nach dem frühen Rückstand haben wir Moral gezeigt. Wir haben das gut weggesteckt.“
Die Besten: David Radouch (ZOMF, SU Bad Leonfelden), Klaus Kapl (ZOMF, SU Bad Leonfelden), Chinonso Eziekwe (ST, SU Bad Leonfelden)