Auch wenn man in den letzten vier Spielen in Folge jeweils nur einen Punkt geholt hatte, stimmt der Weg bei der DSG Union HABAU Perg – die Mühlviertler sind als eines von zwei Teams der LT1 OÖ-Liga in der Rückrunde noch ungeschlagen. Am Freitagabend bekam man es nun mit dem Tabellenführer SK BMD Vorwärts Steyr zu tun. Die Ari-Truppe war auf Wiedergutmachung aus, kassierte man doch am vergangenen Wochenende in St. Martin/M. die dritte Saisonpleite. Diese gelang nur bedingt – gegen eine starke Mühlviertler Mannschaft musste sich der Spitzenreiter nach neunzig Minuten mit einem 1:1-Remis zufriedengeben.
Vor einer gewohnt starken Kulisse in Steyr, 1300 Zuschauer zählend, ging der Gast aus Perg durchwegs ambitioniert und forsch ans Werk und bewies gleich in den Anfangsminuten, dass man keinerlei Intention daran hatte, am heutigen Tag mit leeren Händen die Heimreise anzutreten. Jener anfängliche Elan verebbte dann aber ziemlich rasch, sodass die Hausherren in weiterer Folge das Zepter übernahmen, weite Strecken der ersten Halbzeit kontrollierten und nach etwas mehr als einer halben Stunde durch einen verwandelten Handelfmeter von Markus Wallner durchwegs verdient in Führung gingen. Der Vorsprung war jedoch nur von kurzer Dauer, schlugen die Prandstätter-Schützlinge doch nur wenige Minuten später eiskalt zurück und stellten so prompt den Ausgangszustand wieder her: Mario Ebenhofer wurde im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht und verwandelte den fälligen Penalty selbst staubtrocken zum Ausgleich (40.).
Es war ein Treffer der Perger gewesen, der beim Gastgeber aus Steyr Wirkung hinterlassen hatte. So fand die Ari-Elf in Durchgang zwei zu keinem Zeitpunkt mehr zu jenem Rhythmus, jenem Spielwitz und jener Dominanz, die den Tabellenführer vor der Halbzeit so stark gemacht hatte. Viel mehr waren es nun die Mannen aus dem Mühlviertel, die das runde Leder unbekümmerter und gefälliger in den eigenen Reihen zirkulieren ließen und mehr Gefahr im letzten Drittel versprühten – für den Siegestreffer reichte es schlussendlich aber dennoch nicht. Somit blieb es letztlich bei einem für die Perger mittlerweile bereits gewohnten Endergebnis – dem Unentschieden.
Jürgen Prandstätter (Trainer DSG Union Perg):
„Wir konnten in der ersten Halbzeit nicht so unser Spiel durchziehen. Dadurch hatte Steyr mehr Spielanteile, ohne aber wirklich zwingend zu werden. Ab dem 1:1 haben wir dann die Partie dominiert, haben aber leider unsere Aktionen nicht entschlossen genug zu Ende gespielt. Wenn wir das geschafft hätten, gehen wir sicher als Sieger vom Platz. Jetzt spielen wir zum fünften Mal in Folge Remis – trotzdem bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft heute in Steyr, wo es alles andere als leicht ist, sehr zufrieden.“
Die Besten: Alexander Weinstabl (LF, SK Vorwärts Steyr) bzw. Mario Ebenhofer (ZM, DSG Union Perg)