Nach dem überraschenden Sieg der Vorwoche gegen den Spitzenreiter der LT1 OÖ-Liga SK Vorwärts Steyr ging die SU Strasser Steine St. Martin/M. mit einer mächtigen Portion Selbstvertrauen ins Auswärtsmatch gegen den SV sedda Bad Schallerbach. Schlussendlich setzten sich die Mühlviertler sensationell gegen das nächste Top-Team durch (2:1), absolut unbeeindruckt von der brutalen Heimstärke, welche die sedda-Elf in dieser Saison schon so oft demonstriert hatte.
Wer im ersten Durchgang auf sehenswerten, technisch feinen Fußball gehofft hatte, wurde bitter enttäuscht – wenig Spielfluss, viel Stückwerk, ein regelrechter Abnutzungskampf im Mittelfeld. Die SU St. Martin/M. agierte zunächst etwas griffiger gegen den Ball und strahlte eine gewisse Gefahr aus, richtig zwingend konnte aber keines der beiden Teams im ersten Durchgang werden. Somit ging es mit einem leistungsgerechten Remis in die Kabinen und der Hoffnung, dass das Spektakel nach Wiederanpfiff Einzug halten würde.
Der SV sedda Bad Schallerbach, der in Hälfte eins zweifelsohne vieles schuldig geblieben war, fand besser in die zweite Halbzeit. Lediglich 5 Minuten nach Seitenwechsel klopfte man ein erstes Mal richtig an an diesem Abend, der aufgerückte Innenverteidiger Valentin Frank verfehlte das anvisierte Ziel per Kopf aber. In Minute 58 schlug dann die in jüngster Vergangenheit so formstark agierende SU St. Martin/M. zu: Nach einem Foul an Felix Schneitler im Strafraum der Heimischen versenkte Maximilian Jäger den fälligen Elfmeter zur so wichtigen Führung. Nur Augenblicke später legte der Gast noch einen drauf: Nach einem Eckball gelangte das Leder über Umwege zu Thomas Pfoser, der es aus kurzer Distanz humorlos im Winkel zum zwischenzeitlichen Ausgleich versenkte (61.). Wiederum nur 8 Minuten danach folgte endlich eine Antwort der Heimischen: Nachdem Michael Schröttner im Strafraum des Kontrahenten mit unerlaubten Mitteln gestoppt worden war, schnappte sich der Angreifer selbst die Kugel und verkürzte mit einem verwandelten Elfmeter auf 1:2. Die SU St. Martin/M. legte danach den Fokus aufs Umschaltspiel und konnte dadurch immer wieder Nadelstiche setzen, während der SV sedda Bad Schallerbach mehr Ballbesitz verzeichnete, das Risiko erhöhte und über einen längeren Zeitraum einen gewissen Druck entwickelte. Die beiden taktischen Herangehensweisen führten aber zu keinem Treffer mehr.
Erich Renner (Trainer SV sedda Bad Schallerbach):
„Es war ein verdienter Sieg von St. Martin. Sie waren kampfstark. Wir haben uns schwergetan. Die Gegentore waren unglücklich. In der zweiten Hälfte waren wir die bessere Mannschaft, aber es geht um Tore.“
Peter Wiesinger (Trainer SU St. Martin/M.):
„Wir hatten die besseren Chancen und haben verdient gewonnen. Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir nach Vorwärts Steyr jetzt das nächste Top-Team schlagen. Das ist eine Überraschung.“
Die Besten: Jakob Füruter (ZMF, SU St. Martin/M.), Denny Schmid (ZDMF, SU St. Martin/M.)