Im Duell zwischen Union Leonding und SPG Stahl Linz FC / Ebelsberg in der 1. Klasse Mitte zeigte sich die Heimelf nach der Pause wie verwandelt und drehte einen 0:1-Rückstand in einen 3:2-Heimsieg. Trainer Almir Memic sprach von zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten: Vor der Pause dominierten die Gäste, nach dem Seitenwechsel übernahm Leonding mit mehr Kontrolle, höherem Tempo und großem Teamgeist das Kommando – und holte sich verdient drei Punkte.

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Memic brachte den Abend auf den Punkt: „Zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten. In der ersten waren die Gäste spitzer und aggressiver; uns fehlten Laufbereitschaft und Zweikampfstärke. Nach dem frühen Ausgleich haben wir eine starke zweite Hälfte mit vielen Chancen gespielt und uns am Ende verdient die drei Punkte geholt.“ Der Start verlief holprig: In der 25. Minute unterlief Senaid Salihovic ein Eigentor zum 0:1, mit diesem Rückstand ging es auch in die Kabinen. Der schnelle Ausgleich kurz nach Wiederbeginn stellte die Weichen neu: In der 47. Minute traf Ademir Serdarevic zum 1:1 und gab Leonding spürbaren Auftrieb.
Nach dem Seitenwechsel verschob sich die Statik klar zugunsten der Hausherren. Vor der Pause hatte SPG Stahl Linz FC / Ebelsberg mehr vom Ball, danach kontrollierte Leonding das Geschehen und erspielte sich regelmäßig Abschlüsse. Memic: „In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Chancen. Wir hätten noch zwei, drei Tore nachlegen können – insgesamt sind drei Treffer völlig in Ordnung.“ In dieser druckvollen Phase drehte Dino Murtic in der 57. Minute die Partie mit dem 2:1, ehe Hussam Bounassir in der 67. Minute auf 3:1 stellte. Der Anschlusstreffer von Matej Klaric in der 90. Minute zum 3:2 änderte am verdienten Heimsieg nichts mehr.
Den Unterschied machte für Memic vor allem die Intensität: „Das war der große Unterschied zwischen erster und zweiter Halbzeit. Vor der Pause waren wir in den Zweikämpfen kaum vorhanden, danach haben wir es deutlich besser gemacht – das spiegelt sich im Ergebnis wider.“ Auch die taktische Reaktion passte: „Nach der Pause hat die Mannschaft das, was wir besprochen hatten, sehr gut umgesetzt.“ Einzelne Spieler wollte der Coach nicht hervorheben: „Das war eine starke Teamleistung nach dem Seitenwechsel; ich möchte niemanden in den Vordergrund stellen.“ Sein Ausblick fällt klar aus: Die Konsequenz der zweiten Hälfte soll künftig vom Anpfiff weg gelten – genau diese Haltung will Memic von Union Leonding sehen.