In der 1. Klasse Mitte setzte der SV Franckviertel Linz ein dickes Ausrufezeichen und gewann daheim 3:1 gegen die ASKÖ Blaue Elf Linz. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte legten die Hausherren nach der Pause zu, trafen dreimal und ließen den Ligaprimus erst spät zum Anschluss kommen. Trainer Rene Gansterer sprach von einem reifen Auftritt seiner Elf und hob vor allem den Moment nach dem 2:0 hervor – da habe seine Mannschaft befreit aufgespielt und die Partie endgültig auf ihre Seite gezogen.

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Die Partie begann mit einem kleinen Vorteil für den Tabellenführer. „Blaue Elf ist besser ins Spiel gestartet“, ordnete Rene Gansterer den Auftakt ein. Seine Mannschaft hielt dagegen und suchte die Zweikämpfe. „Wir haben gut dagegengehalten, kämpferisch war es eine gute erste Halbzeit von uns, aber Blaue Elf hat sich immer wieder Chancen erspielt.“ Dass zur Pause dennoch 0:0 stand, passte zum Bild eines intensiven, aber offenen Spiels. „Es war ein richtig cooles Spiel, es waren relativ viele Zuschauer“, so Gansterer, der trotz der leichten Vorteile der Gäste in Hälfte eins Ruhe im Auftritt seiner Elf sah und den Plan, nach der Pause noch einmal nachzulegen, deutlich formulierte.
Nach dem Seitenwechsel drehte Franckviertel am Regler. „Wir haben in der Halbzeit kleine Veränderungen vorgenommen, sind besser rausgekommen und haben uns mehr Chancen erspielt – und sie dann auch genutzt“, erklärte der Coach. Der Dosenöffner fiel in Minute 61: Dominik Huemer stellte auf 1:0. „Das erste war ein Standardtor, wo wir den zweiten Ball erwischen und das Tor machen.“ Sieben Minuten später erhöhte Arnis Veseli (68.) auf 2:0 – für Gansterer der Knackpunkt: „Das 2:0 war eine Befreiung, danach haben wir befreit aufgespielt.“ Sajad Ali Almadfai legte in der 80. noch das 3:0 nach, ehe Dominik Neuhold (87.) für die Gäste zum 3:1-Endstand traf. Entscheidend: Die Hausherren nutzten ihre Möglichkeiten eiskalt und blieben bis auf den späten Anschluss souverän.
Rene Gansterer stellte nach dem Abpfiff weniger einzelne Namen als die geschlossene Leistung heraus. „Wir haben als Team agiert, unsere Chancen genutzt und gute Umschaltmomente kreiert. Ich bin mit der kompletten Mannschaftsleistung sehr zufrieden.“ Den Gegner würdigte er ebenfalls: „Blaue Elf ist eine gute Mannschaft, die ist nicht umsonst am ersten Platz.“ Der Unterschied lag für ihn nicht im spielerischen Abstand, sondern in den Phasen: „Der Unterschied war nicht groß. Wir haben in der zweiten Halbzeit unsere Chancen in Tore umgemünzt, Blaue Elf in der ersten nicht.“ Ein Extralob ging an den Schiedsrichter: „Der Schiedsrichter hat das Spiel souverän geleitet.“ In der Tabelle hält Franckviertel bei 36 Punkten auf Rang sechs, der Spitzenreiter steht bei 51 – umso wertvoller wirkt dieser Heimsieg gegen den Primus.
Dass die Atmosphäre an diesem Abend stimmig war, passte zu einem Spiel, in dem Franckviertel hinten konzentriert blieb und vorne die Qualität zeigte. Drei Treffer nach der Pause gaben der Partie die Richtung, den Anfang machte ein Tor nach einem Standard und einem gewonnenen zweiten Ball. „Man hat gesehen, dass die Mannschaft Fußball spielen kann und wir einfach Spaß haben, wenn wir miteinander spielen“, sagte Gansterer – und fügte an: „Ich bin auf die komplette Mannschaftsleistung sehr, sehr stolz.“ Mit diesem Mix aus Stabilität, Umschaltstärke und Effizienz hat seine Elf eine Messlatte gelegt, an der sie sich in den verbleibenden Runden orientieren kann.