Spielberichte

Marco Roser (Trainer SPG Pregarten 1b): "In Minute 95 ausgleichen – zu wenig Effizienz"

SPG Pregarten 1b
Union Bad Zell

In der 1. Klasse Nord-Ost trennten sich die SPG Pregarten 1b und die Union Bad Zell mit 1:1. Die Gastgeber ließen defensiv lange kaum etwas zu, verpassten vorne aber die frühe Führung. Nach dem späten 0:1 durch Simon Schinnerl (85.) rettete Trainer Marco Roser in Minute 95 selbst den Punkt. Sein gemischtes Fazit: „Wir hatten genug Chancen, aber wenn du so spät ausgleichst, musst du zufrieden sein.“

Nahaufnahme der Beine von Spielern beim Training

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Zerfahrene erste Halbzeit und liegen gelassene Sitzer 

Die Anfangsphase passte aus Sicht von SPG Pregarten 1b nicht zusammen, das lag für Coach Marco Roser auch am Untergrund. „Die erste Halbzeit war zerfahren, vor allem wegen der schwierigen Platzbedingungen“, erklärte er. Hinten stand seine Mannschaft verlässlich: „Wir haben über neunzig Minuten so gut wie nichts zugelassen.“ Das große Thema hieß Effizienz. „Wir sind im Offensivbereich zu drei sehr guten Möglichkeiten gekommen – da müssen wir mindestens zwei machen.“ Weil diese Großchancen ungenutzt blieben und von Bad Zell „in unserer Hälfte gar nichts zu sehen“ war, ging es in der Partie der 19. Runde mit 0:0 in die Kabine.

Bad Zell trifft per Kopf, Roser kontert in der 95. Minute persönlich

Nach dem Wiederanpfiff blieb das Spiel eng, ehe die Gäste spät zuschlugen. Roser schilderte das 0:1 aus seiner Sicht so: „Es war ein seitlicher, langer Ball, unser Verteidiger verschätzt sich, dann kommt das Zuspiel in die Mitte. Unsere zwei zentralen Spieler sind nicht mannorientiert, der Stürmer kommt zum Kopfball – das unnötige 0:1.“ Torschütze war Simon Schinnerl in der 85. Minute. Pregarten warf noch einmal alles nach vorne und kam tatsächlich zurück. „Es war wieder ein seitlicher Ball, ich habe den Ball an der zweiten Stange reingehaut“, sagte Roser über das 1:1 in Minute 95. 

Ärger über die Chancen, Erleichterung über das X – „Beides stimmt“

Emotional schwankte der Trainer zwischen Enttäuschung und Zufriedenheit – und erklärte auch, warum. „Grundsätzlich hätte ich mir mehr erwartet. In der ersten Halbzeit hatten wir zwei Hundertprozentige und eine weitere Chance. Wenn wir da ein, zwei machen, ist der Spielverlauf ein anderer“, sagte Roser. Zugleich blieb er realistisch: „Wenn du in der letzten Minute den Ausgleich machst, musst du mit dem X zufrieden sein.“ Auch die Belastung ordnete er ein: „Wir hatten drei Spiele in sieben Tagen. Wenn mir vorher jemand sagt, wir holen sieben Punkte, unterschreibe ich das.“ 

Stark gegen den Ball, Gegner mit langen Bällen – Schiri stabil, Blick nach vorn

Taktisch war der Hausherr mit viel zufrieden, nur vorne fehlte die letzte Schärfe. „Besonders gut hat unser Stellungsspiel gegen den Ball funktioniert, wir haben so gut wie nichts zugelassen. Einzig im Offensivspiel waren wir über neunzig Minuten nicht zwingend genug, um als Sieger runterzugehen“, hielt Roser fest. Zum Gegner meinte er: „Bad Zell spielt nur lange Bälle, schaut auf erste und zweite Bälle und versucht Standards zu erzwingen. Das war mir bewusst, und das haben wir sehr gut verteidigt.“ Statement zum Referee: „ein paar strittige Szenen ohne Einfluss aufs Ergebnis.“ In der Tabelle liegt Pregarten mit 24 Punkten auf Rang neun, Bad Zell hält bei 17 Zählern – das 1:1 hilft beiden, den Blick nach vorne zu richten.

1. Klasse Nord-Ost: SPG Pregarten 1b : Bad Zell - 1:1 (0:0)

  • 95
    Marco Roser 1:1
  • 85
    Simon Schinnerl 0:1