In der 1. Klasse Ost trennte sich der ATSV Malerei u. Fassaden Stein von der SPG SK/ATSV Vorwärts Steyr mit 2:2. Nach 0:2-Rückstand zur Pause kämpften sich die Gäste spät zurück und glichen in der Nachspielzeit aus. „Vor dem Spiel hätte ich mir mehr erwartet. Nach dem Spiel muss man den Punkt so mitnehmen“, ordnete Vorwärts-Trainer Manuel Schönberger das Remis ein – ein Zähler, der sich nach der wilden Schlussphase fast wie ein kleiner Sieg anfühlte.

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Die Partie begann aus Sicht der Gäste zäh. Manuel Schönberger sprach von einer „sehr kampfbetonten Partie in der ersten Halbzeit“ und sah einen Gegner, „dem man gemerkt hat, dass er um den Abstieg kämpft“. Stein war griffig, ging in Minute 24 durch Sebastian Scheibelmasser 1:0 in Führung und lag zur Pause bereits 2:0 vor – auch dank eines Treffers von Emil Uzicanin. Das Bittere aus Vorwärts-Sicht: Chancen waren da. „In der ersten Halbzeit haben wir sicher fünf, sechs Großchancen, die wir nicht fertig spielen. Da müssen wir zwei, drei Tore machen“, ärgerte sich Schönberger. Statt des möglichen Ausgleichs standen zur Halbzeit zwei Gegentreffer – „wir waren 0:2 hinten“, brachte es der Coach nüchtern auf den Punkt.
Nach dem Seitenwechsel reagierte Schönberger. „Wir haben das System umgestellt, offensiver“, erklärte er – eine Anpassung, die Wirkung zeigte. „Der Gegner wurde ab der sechzigsten Minute etwas müde.“ Vorwärts hatte nun mehr vom Spiel, blieb am Drücker und verkürzte in der 74. Minute: Marco Schorkopf traf zum 1:2 und brachte die Gäste endgültig zurück in die Partie. Ganz ohne Ärger ging es aber auch in der zweiten Hälfte nicht. „In der zweiten Hälfte war ein klares Handspiel im Strafraum, wo er uns keinen Strafstoß gegeben hat“, haderte der Trainer mit einer aus seiner Sicht entscheidenden Szene. Stein zog sich tiefer zurück, machte die Räume eng – „der Gegner wurde immer tiefer und es war in der zweiten Halbzeit sehr schwer, Abschlüsse zu finden“, so Schönberger.
Die Gäste gaben dennoch nicht auf und drückten bis zum Schluss. Belohnt wurde dieser Glaube in der vierten Minute der Nachspielzeit, als Albin Dzafic zum 2:2 traf. Schönberger beschrieb die Szene so: „Es war ein Chipball hinter die Abwehr, wo mein Stürmer reinläuft und den Tormann mit einem Lupfer überhebt.“ Praktisch mit dem letzten Angriff fiel der Ausgleich – ein Moment, der den Spielverlauf der zweiten Hälfte spiegelte. „Nach dem Spiel muss man den Punkt so mitnehmen“, wiederholte der Trainer, der zugleich Respekt für den Gegner übrig hatte: „Sehr energisch gegen den Ball, sehr gutes Auftreten – zumindest in der ersten Halbzeit.“ Für die Tabelle bedeutet das Remis: Vorwärts hält nach Runde 19 bei 30 Punkten im gesicherten Mittelfeld, Stein sammelt im Abstiegskampf einen wichtigen Zähler und steht mit 18 Punkten weiterhin unter Druck. Für Vorwärts bleibt als Auftrag: die vielen Chancen aus der ersten Hälfte künftig konsequenter zu nutzen – dann sollen aus späten Ausgleichstoren wieder Siege werden.