Spielberichte

Matthias Lang (Union Alberndorf): „Ein Spiel auf Messers Schneide“ – Wildes 4:3 nach zweimaligem Rückstand

Union Alberndorf
Weitersf./Kalt./Lieb.

Stolz und Erleichterung prägten die Worte von Matthias Lang nach einem Abend, der die Nerven blanklegte. Im Duell der 2. Klasse Nord-Mitte zwischen Union Alberndorf und SPG Weitersfelden/Kaltenberg/Liebenau (WKL) wechselten Kontrolle, Tempo und Emotionen im Minutentakt. Der Coach spricht von einem Spiel auf Messers Schneide, von viel Dramatik und einer Mannschaft, die trotz Rückschlägen nicht nachließ – und davon, wie Standards, ein Elfmeter und hitzige Szenen das Geschehen zusätzlich aufluden.

Nahaufnahme Flutlichtmast

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Auf Messers Schneide

Alberndorf legte schwungvoll los und belohnte sich früh: In der 7. Minute stellte Michael Schinagl auf 1:0. Die Gäste kamen jedoch immer besser in die Partie. Maximilian Gutenbrunner egalisierte in der 34. Minute zum 1:1, zwei Minuten später drehte Daniel Urban mit einem präzisen Abschluss auf 1:2 (36.). Noch vor der Pause brachte Rafael Danninger die Hausherren in der 41. Minute wieder zum 2:2 zurück – ein Zwischenstand, der den Hochdruck auf beiden Seiten gut abbildete.

Gäste am Drücker, späte Wende der Hausherren

Unmittelbar nach Wiederbeginn schlug WKL erneut zu: Wieder war es Maximilian Gutenbrunner, der in der 46. Minute zum 2:3 traf. Nach einer Phase, in der die Gäste weite Strecken bestimmten, fand Alberndorf mit wachsender Entschlossenheit, Kampfgeist und Siegeswillen zurück. Jan Gangl glich in der 64. Minute zum 3:3 aus. Die Zweikämpfe wurden intensiver, die Stimmung auf den Rängen immer aufgeheizter – und ein später Vorstoß brachte die Wende: Moritz Kneidinger blieb in der 78. Minute cool und stellte auf 4:3. Genau diese Widerstandskraft hatte der Trainer zuvor hervorgehoben: zweimal zurückgekommen, nie aufgegeben.

Standards, Elfmeter und Emotionen

Während des offenen Schlagabtauschs spielten ruhende Bälle eine zentrale Rolle. „WKL war immer sehr gefährlich bei Standards“, betonte Lang. Eine einstudierte Eckballvariante der Gäste sorgte ebenso für Alarm wie eine Szene, die Alberndorf im letzten Moment durch einen Verteidiger bereinigte. Eigene Standards blieben meist ohne Durchschlagskraft; nur einem Kopfball kurz nach dem Seitenwechsel fehlte der nötige Druck. Zudem sprach der Trainer von einem Elfmeter im Spiel und einem nicht gegebenen Strafstoß für die Gäste aus Weitersfelden. Die Atmosphäre war aufgeheizt: „Für den jungen Schiri war das eine sehr schwierige Partie zu pfeifen, mit vielen strittigen Szenen. Am Ende des Tages waren wir vielleicht die glücklichere Mannschaft bei einigen Entscheidungen des Spielleiters."

Und nach dem Abpfiff richtete der Coach den Blick sofort nach vorn: „Jetzt heißt es erst einmal gut regenerieren. Nächste Woche haben wir das nächste Topspiel gegen Reichenthal, in dem wir natürlich wieder punkten wollen – wir werden uns gut auf ein spannendes Match vorbereiten.“

2. Klasse Nord-Mitte: Alberndorf : SPG W/K/L - 4:3 (2:2)

  • 78
    Moritz Kneidinger 4:3
  • 64
    Jan Gangl 3:3
  • 46
    Maximilian Gutenbrunner 2:3
  • 41
    Rafael Danninger 2:2
  • 36
    Daniel Urban 1:2
  • 34
    Maximilian Gutenbrunner 1:1
  • 7
    Michael Schinagl 1:0