Für Martin Lindtner war der Auftritt seiner Sportunion Greisinger Münzbach ein Statement in Sachen Geduld und Wille. Im Duell mit Union Pabneukirchen in der 2. Klasse Nord-Ost blieb die Partie lange offen, ehe sie in der Schlussphase kippte. Lindtner betonte den kontrollierten Ansatz seines Teams: „Wir haben versucht, den Ball laufen zu lassen – der Ballbesitz war klar auf unserer Seite.“ Gleichzeitig beschrieb er eine Mannschaft, die „bis zum Schluss einfach mehr“ wollte – und sich am Ende dafür belohnte.

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Lindtners Eindruck: „Bis zur 70. Minute war das Spiel grundsätzlich offen auf beiden Seiten.“ In der 72. Minute geriet Münzbach mit 0:1 in Rückstand – für Pabneukirchen traf Rene Kloibhofer. Danach marschierte Münzbach: Jürgen Krichbaumer glich in der 79. Minute zum 1:1 aus, ehe Mathias Langeder in der 90. Minute das 2:1 fixierte. Standards prägten das Spiel, wie Lindtner erklärte: „Das Tor von Pabneukirchen war ein gut getretener Freistoß, sehr schwer zu halten. Unser Siegtreffer entstand ebenfalls nach einem Freistoß an die Stange – den Abpraller haben wir zum 2:1 genutzt. Von drei Treffern fielen zwei nach Standards.“ Seine Mannschaft blieb damit der eigenen Linie treu und nutzte in der Schlussphase die entscheidenden Momente.
Aus Lindtners Sicht lag das Plus im Ballbesitz bei Münzbach: „Der Ballbesitz war sicher auf unserer Seite.“ Das Chancenverhältnis sah er ausgeglichen: „Im Großen und Ganzen war es 50:50. Beide Seiten hatten Möglichkeiten, ganz klare Großchancen waren aber selten.“ Besonders zufrieden zeigte er sich mit der Umsetzung des Matchplans rund um erste und zweite Bälle: „Unser Ziel war, die ersten beziehungsweise die zweiten Bälle sehr giftig anzugehen. Das hat meine Mannschaft stark umgesetzt – wir haben dem Gegner auf dem zweiten Ball kaum Luft gelassen und viele dieser Bälle gewonnen. Das war sehr wichtig für unser Spiel.“ Und zur Mentalität: „Wir wollten bis zum Schluss einfach mehr – gefühlt haben wir nie aufgegeben.“
Aus der Partie nimmt Münzbach klaren Schwung mit: „Wir haben in zwei Spielen vier Punkte geholt. Nächste Woche wartet das Auswärtsspiel – wir fahren mit einem guten Gefühl hin und peilen die nächsten drei Punkte an. Dann kommen wir hoffentlich Schritt für Schritt in einen Lauf und spielen uns von Woche zu Woche zu Punkten.“ Die Mischung aus Ballkontrolle, Konsequenz bei zweiten Bällen und mentaler Widerstandskraft soll nun zur Konstante werden – mit dem klaren Ziel, den positiven Trend zu festigen.